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am 1. February 2018

Umstrittener neuer Stadtwachechef seit heute im Dienst: Viele Fragen weiter offen – Grüne fordern Bericht im Aufsichtsrat

Alexandra Schmid - Wirbel ausgelöst hat die Bestellung von Mario Gubesch zum neuen Leiter des Ordnungsdienstes. Knapp zwei Monate nach Bekanntgabe der Personalentscheidung tritt der Bad Haller FPÖ-Politiker heute seine Funktion an. Die vielen Fragen um seine Bestellung sind hingegen noch immer nicht geklärt.

Wie kann es sein, dass eine Person, die auf Facebook den Besitz von Schusswaffen befürwortet und sogar ein Posting der rechtsextremen Pegida geteilt hat, als Ordnungsdienst-Chef in Frage kommt? Die Details zu der Personalentscheidung müssen endlich offengelegt werden. Es braucht einen entsprechenden Bericht im Aufsichtsrat.      ​

So ist Mario Gubesch ist nicht nur Parteifreund des politisch für die Stadtwache verantwortlichen Vizebürgermeisters Detlef Wimmer – der jetzige Ordnungsdienstchef hat auch in dessen Büro gearbeitet. Angesichts von Medienberichten, wonach sich für den Posten nur drei Personen beworben haben, von denen zwei nicht qualifiziert gewesen sein sollen, drängt sich der Verdacht der Freunderlwirtschaft auf. Deshalb ist es höchste Zeit offenzulegen, welche Kriterien für den Job gefordert worden sind und ob der jetzige Stadtwache-Leiter diese zur Gänze erfüllt.

Sich auszuschweigen kann nicht die Lösung sein 

Obwohl Vizebürgermeister Wimmer ansonsten durchaus auskunftsfreudig ist, wenn es um seine Erfindung Stadtwache geht, gibt er sich in der vorliegenden Causa äußerst wortkarg. Sich auszuschweigen kann keine Lösung sein. Deshalb fordern wir den Vizebürgermeister auf, in der kommenden Aufsichtsratssitzung über die Details rund um die Bestellung von Mario Gubesch zu berichten.

Erschwerend hinzu kommt, dass Gubesch auf Facebook durch mehr als nur befremdliche Postings aufgefallen ist, von denen er sich nach medialer Kritik distanziert hat. Dennoch löst die Tatsache Unbehagen aus, dass eine Person, die zumindest früher den Besitz von Waffen befürwortet hat, Stadtwachechef werden kann.           


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