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am 25. Jänner

Zusätzliche Busverbindung kann nur vorübergehende Lösung und kein Ersatz für die 2. Schienenachse sein

Klaus Grininger - Da die Umsetzung der 2. Schienenachse nur langsam Fahrt aufnimmt, stehen Überlegungen im Raum, Teile der geplanten Route zunächst mit Bussen zu bedienen. Natürlich ist jede Maßnahme zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs sinnvoll. Dennoch ist diese Lösung kein dauerhafter Ersatz für die 2. Schienenachse.

90 Prozent der LinzerInnen wünschen sich die 2. Schienenachse: Das hat die städtische BürgerInnenbefragung im Vorjahr gezeigt. Dennoch wird die Verspätung für den Bau der Straßenbahn immer größer. Umso wichtiger ist es, dass das wohl wichtigste Öffi-Projekt endlich Fahrt aufnimmt und der Linzer Osten die längst überfällige Straßenbahnachse bekommt. Wann die ersten Fahrgäste in die Bim einsteigen können, ist nach wie vor unklar. Vor dem Jahr 2027 ist laut derzeitigen Ankündigungen aber nicht damit zu rechnen, dass die 2. Schienenachse in Betrieb geht.

Vorrangschaltung bei Ampeln und eigene Busspuren nötig 

Vorübergehend eingesetzte Busse entlang der Route der geplanten 2. Schienenachse machen als Überbrückung aber nur dann Sinn, wenn parallel dazu Begleitmaßnahmen getroffen werden. So braucht es eine Vorrangschaltung für die Öffis bei den Ampeln und eigene Busspuren, von denen es im gesamten Stadtgebiet nach wie vor zu wenig gibt. 

Ansonsten stehen die Busse ebenfalls im Stau und der Umsteigeeffekt hält sich in Grenzen. So sind die Öffis entlang der Gruberstraße während der Hauptverkehrszeiten bereits jetzt regelmäßig verspätet. Eine dauerhafte Lösung kann daher nur der Bau der 2. Schienenachse sein. Eine zusätzliche Straßenbahn ist für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs viel zu wichtig, um auf dem Abstellgleis zu stehen.     


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