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am 20. März

Versprechungen für die Zukunft sind zu wenig: Maßnahmen gegen das Stauproblem müssen sofort umgesetzt werden

Klaus Grininger - Der tägliche Stau gehört mittlerweile zu Linz wie der Pöstlingberg. Statt jetzt zu handeln und den öffentlichen- sowie den Radverkehr auszubauen, vertröstet der zuständige FPÖ-Stadtrat Markus Hein die BürgerInnen lediglich. Ankündigungen, dass es in einigen Jahren wieder mehr Donaubrücken gibt und der Stau dadurch weniger werden soll, sind zu wenig.

Mit dem Ausbau der Straßenbahnlinien sind auch die Fahrgastzahlen gestiegen.

Angesichts der beinahe täglichen Stauproblematik ist die Chance, die BürgerInnen zum Umsteigen auf andere Mobilitätsformen zu bewegen, derzeit groß wie lange nicht. Dazu braucht es aber eine Nachschärfung beim Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel. So begrüßenswert die Pläne für die zweite Schienenachse sind, es muss auch das Busangebot berücksichtigt werden. Vor allem in den Abendstunden und am Wochenende fehlt es in manchen Stadtteilen an attraktiven Verbindungen. BürgerInnen, die zum Beispiel am Abend ins Theater gehen, haben kaum eine andere Möglichkeit als ins eigene Auto oder in ein Taxi zu steigen, um in die Innenstadt zu gelangen.

Wichtig ist auch, die öffentlichen Verkehrsmittel noch mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Dazu gehört auch, dass die Stadt in den ihr zur Verfügung stehenden Medien und auf den digitalen Kanälen stärker über das Angebot der Verkehrsverbundunternehmen informiert. Dadurch sollen die BürgerInnen den bestmöglichen Überblick über die Angebote des öffentlichen Verkehrs erhalten. Obwohl der Gemeinderat diesen Antrag bereits im Jänner des Vorjahres beschlossen hat, ist die Forderung nach mehr Information über das Öffi-Angebot in und um Linz nach wie vor nicht umgesetzt. Dass die Bereitschaft Bus und Straßenbahn zu nützen ja prinzipiell gegeben ist, zeigt ein Blick auf die gestiegenen Fahrgastzahlen der Vergangenheit.

Neben der Verbesserung bei den öffentlichen Verkehrsmitteln bedarf es auch endlich eines konsequenten Ausbaus der Park-and-Ride-Plätze. Hier ist auch FPÖ-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner gefordert. Unverständlicherweise hat er sich vom bereits beschlossenen Park-and-Ride-Konzept wieder verabschiedet. Dabei braucht es dringend ein Umdenken, um unsere Stadt vom Autoverkehr zu entlasten. Nur durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist es möglich die Lebens- und Luftqualität in unserer Stadt zu verbessern und Linz weiterhin attraktiv zu gestalten. Hier aus Kostengründen nicht zu handeln, ist der falsche Ansatz. Linz darf nicht an der eigenen Zukunft und auf Kosten der nächsten Generation sparen.

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