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am 15. Oktober

Seilbahn-Projekt darf Finanzierung und Umsetzung der 2. Schienenachse nicht gefährden

Klaus Grininger - Die 2. Schienenachse scheint immer weiter auf das Abstellgleis zu geraten. Nach wie vor ist die Finanzierung für die Bim-Achse nicht gesichert, ein Baubeginn nicht in Sicht. Dennoch schwebt Bürgermeister Luger vor, eine Seilbahn zu errichten, die je nach Variante für rund zehn Kilometer mindestens 283 Millionen Euro kosten würde.

Natürlich soll es beim Öffi-Verkehr keine Denkverbote geben. Die Umsetzung der lange versprochenen 2. Straßenbahnachse muss aber Vorrang haben​​. Immerhin wünschen sich 90 Prozent der LinzerInnen eine Umsetzung dieses Projektes. Das hat die jüngste BürgerInnenbefragung ergeben. ​

Aktuell verzögert sich die 2. Schienenachse, die den Osten der Stadt besser öffentlich erschließen würde, einmal mehr, da der Landesrechnungshof eine Neukalkulation des Projektes fordert. Dass die Stadt dieses so wichtige Verkehrsprojekt finanziell nicht alleine auf Schiene bringen kann, ist klar. Daher ist auch der Bund gefordert, sich zu beteiligen. Bürgermeister Luger und Verkehrsstadtrat Hein sind gefordert, endlich Verhandlungen aufzunehmen. 

Noch dazu, da Infrastrukturminister Hofer medial angekündigt hat, ab dem Jahr 2020 jährlich 50 Millionen Euro für Öffi-Projekte in Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck zur Verfügung zu stellen. Ein Megaseilbahnprojekt mit 100 Meter hohen Stützen voranzutreiben, ist, wenn überhaupt nur dann vorstellbar, wenn dadurch die Finanzierung und Umsetzung der 2. Schienenachse nicht gefährdet wird.

Grüne Anfrage soll Klarheit über Finanzierungsverhandlungen bringen

​Trotz der Ankündigung, dass der Bund mehr Geld für den Öffi-Ausbau in den Städten zur Verfügung stellen will, ist nicht bekannt, dass VertreterInnen der Stadt Verhandlungen mit dem zuständigen Minister für die 2. Schienenachse aufgenommen haben. Um zu erfahren, ob und was hier bisher geschehen ist, stellen wir in der kommenden Gemeinderatssitzung eine entsprechende AnfrageGerichtet sind unsere Fragen sowohl an den Bürgermeister als auch an Stadtrat Hein. Es ist höchste Zeit, dass die Stadt Linz vehement finanzielle Zusagen vom Bund einfordert anstatt dauernd Geldgeschenke nach Wien für Steinzeit-Autobahnschneisen zu überweisen. 


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