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am 14. Oktober

Radverkehr ausgebremst: Durchquerung der Unterführung Untergaumberg gleicht nach Umbau Hindernislauf

Helge Langer - Der viergleisige Westbahnausbau macht auch die Umgestaltung von Unterführungen notwendig. Dass die Interessen des Radverkehrs dabei eine untergeordnete Rolle spielen, zeigt sich am Beispiel der Unterführung Untergaumberg an der Stadtgrenze zwischen Linz und Leonding.

Anstatt endlich zu ermöglichen, dass RadfahrerInnen unkompliziert und ohne absteigen zu müssen von einer Straßenseite auf die andere gelangen, ist die Durchquerung mit dem Umbau sogar erschwert worden. Daher fordern die Grünen, dass die ÖBB bei künftigen Um- und Neubauten von Unterführungen mehr auf die Interessen der RadfahrerInnen achten und diese nicht ausbremsen.        

Wer beim Umbau der Unterführung Untergaumberg auf eine Verbesserung für den Radverkehr gehofft hatte, wird bitter enttäuscht. So ist es nicht nur zu keiner Optimierung gekommen, im Gegenteil: Die Durchquerung der unterirdischen Verbindung per Fahrrad ist nun ein regelrechter Hindernislauf. Das betrifft vor allem die Nordseite. Dort ist die Rampe in die Unterführung verschwunden und durch eine Stiege inklusive steiler Fahrradrinne ersetzt worden, die den Transport des Zweirades deutlich erschwert. Zusätzlich gibt es einen Lift mit einem Ausmaß von rund 3,5 Quadratmetern, der für Fahrräder, Kinderwägen, Rollatoren oder Rollstühle nur bedingt Platz bietet. 

Das Rad die Rinne der Unterführung Untergaumberg hinaufzuschieben, wird zur körperlichen Herausforderung.

Den Radverkehr hier derartig auszubremsen kommt einem Schildbürgerstreich gleich“, macht Langer deutlich. Noch dazu da es auch in der Nähe weit und breit keine geeignete Unterführung für RadfahrerInnen gibt. Während Linz und Leonding immer mehr zusammenwachsen, werden künstliche Barrieren geschaffen, wenn es darum geht, mit dem Rad die Stadtgrenze zu überqueren. Hier ist eine große Chance ausgelassen worden. 

Kein Argument ist auch Grüner Sicht die Stellungnahme der ÖBB, die darauf verweisen, dass in der Unterführung schon immer ein Radfahrverbot geherrscht habe. Es muss doch darum gehen, Verbesserungen möglich zu machen, um die Verknüpfung zwischen Öffis und Fahrrad so einfach wie möglich zu machen, anstatt den Status Quo sogar noch zu verschlechtern.

Bedürfnisse der RadfahrerInnen müssen viel stärker berücksichtigt werden

Damit sich das Beispiel Untergaumberg nicht wiederholt, setzen sich die Grünen dafür ein, dass bei weiteren Neugestaltungen bzw. dem Bau von Unterführungen die Bedürfnisse der RadfahrerInnen von Anfang an berücksichtig und die Planungen so umgesetzt werden, dass die Untertunnelungen auch mit dem Rad benützt werden können. Dem Fahrrad gehört gemeinsam mit den Öffis die Zukunft. Das gilt insbesondere im urbanen Gebiet. Dieser Entwicklung muss viel stärker Rechnung getragen werden.​

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Auch der Lift bietet nur bedingt Platz für Fahrräder.
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