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am 21. August

Mögliche Sperre des Urfahraner Jahrmarktgeländes: Versprochene Park-and-Ride-Flächen gehören umgesetzt

Klaus Grininger - Obwohl seit knapp einer Woche bekannt ist, dass das Urfahraner Jahrmarktgelände nicht als Parkplatz genutzt werden darf, fehlen nach wie vor jegliche Überlegungen, wie, wo und wann alternative Park-and-Ride-Stellflächen außerhalb unserer Stadt endlich umgesetzt werden können.

Bisher gibt es lediglich gegenseitige Schuldzuweisungen und Diskussionen, wie das Planungschaos der rot-blauen Allianz im letzten Abdruck noch ausgebügelt werden kann. Dabei ist seit 15 Jahren klar, dass das Parken auf dem Jahrmarktgelände rechtlich nicht gedeckt ist. Dennoch hielt es kein für Stadtplanung verantwortlicher Politiker jemals für nötig, korrekte Verhältnisse oder eine gänzlich andere Lösung herbeizuführen. So lassen sich die bisherigen Bemühungen für Park-and-Ride-Fläche lediglich als halbherzig bezeichnen. Umso verwunderlicher ist es, dass auch die drohende Sperre des Jahrmarktgeländes kein Umdenken auszulösen scheint. Diskutiert wird lediglich, wie eine Umwidmung gelingen könnte, nicht aber über Ersatzstandorte und langfristige Lösungen für die PendlerInnen.  

Klar muss aber auch sein, dass mit großen Parkplätzen alleine noch keine Lösung des Linzer Verkehrsproblemes gelingen wird. Gleichzeitig braucht es öffentliche Verkehrsmittel, die den Umstieg für die PendlerInnen attraktiv machen. So muss die Taktfrequenz entsprechend hoch sein und die Öffis schneller vorankommen als der motorisierte Individualverkehr. Ein wichtiger Schritt dazu ist der Ausbau von Busspuren. Bestes Beispiel, wo zeitnah eine attraktive Park-and-Ride-Fläche geschaffen werden könnte, ist die Lederfabrik. Über dieses Projekt wird schon seit Jahren gesprochen. Passiert ist nichts.

Ein weiterer Anreiz für den Umstieg auf Bus und Bahn kann nur über reduzierte Preise für die Öffi-Tickets gesetzt werden. Das zeigt auch die Stadt Linz vor. Seit dem die Grünen Linz die Einführung das vergünstigte Umweltticket durchgesetzt haben, hat sich die Zahl der JahreskartenbesitzerInnen in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt. An diesen Zahlen lässt sich ganz klar ablesen, dass die BürgerInnen in öffentliche Verkehrsmittel einsteigen, wenn die Rahmenbedingungen entsprechend attraktiv sind. Deshalb braucht es eine Ausweitung des Umwelttickets für den Großraum Linz.                  

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