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am 15. Mai

Im Einsatz für unsere Stadt: Die Grünen Initiativen für den Mai-Gemeinderat

Eva Schobesberger, Ursula Roschger - Um die Bereiche Verkehr, E-Mobilität, Umwelt, Natur und Kultur, drehen sich unsere Initiativen in der Mai-Gemeinderatssitzung. Thema ist auch dieses Mal wieder die geplante Tiefgarage im Andreas-Hofer-Park. Unser Antrag, dass externe und unabhängige Expertinnen Alternativen prüfen sollen, setzen wir uns für den Erhalt der Grünfläche ein.

Tiefgarage Andreas-Hofer-Park: Transparente Prüfung von Alternativen anstatt AnrainerInnen zu überfahren

Nach wie vor hält die rot-blaue Allianz in unserer Stadt an einer Tiefgarage im Andreas-Hofer-Park fest. Ein negatives Naturschutzgutachten wird dabei genauso ignoriert, wie die Proteste der AnrainerInnen. Alternativen sind angeblich nicht geeignet. Der Beweis für diese Aussage fehlt bis heute. Hier wird eine Behauptung in den Raum gestellt, die alle schlucken sollen. Offenbar spielen Einzelinteressen von großen Firmen eine wichtigere Rolle als das öffentliche Interesse. Dafür ist man auch bereit, Parkanlagen zu opfern.

Deshalb fordern die Grünen Linz in der Gemeinderatssitzung Bürgermeister Klaus Luger und Stadtrat Markus Hein auf, von den Tiefgaragenplänen Abstand zu nehmen. Außerdem sollen externe und unabhängige ExpertInnen Alternativen zu der Tiefgarage prüfen und darüber sowohl den Gemeinderat als auch die AnrainerInnen umfassend und transparent informieren.

Anfrage zu Schillerparkgaragen-Projekt soll Licht ins Dunkle bringen

Jegliche Transparenz lässt die rot-blaue Allianz auch bei den Plänen für die Tiefgarage im Schillerpark vermissen. Obwohl sich Bürgermeister Klaus Luger öffentlich für das Projekt stark gemacht hat und in der Karwoche bereits Probebohrungen stattgefunden haben, gibt es bis heute keine detaillierten Informationen dazu. Um Licht ins Dunkle zu bringen, stellen die Grünen Linz eine Anfrage an den Stadtchef. Dabei wollen wir unter anderem wissen, wie der medial verkündete 10-Punkte-Plan zur Errichtung des Einkaufszentrums Schillerpark aussieht und wer für die Probebohrungen verantwortlich war.

Vielfalt erhöhen, Kosten senken: Naturnahe Begrünung
für ein grüneres und gesunderes Leben in unserer Stadt

Städte und nicht wie oft vermutet die ländlichen Räume bilden die artenreichsten und vielfältigsten Ökosysteme. Linz bildet hier keine Ausnahme. Durch die vermehrte Stadtverdichtung und eine zunehmende Versiegelung von Bodenflächen steigt der Druck, die ökologische Bandbreite zu erhalten. Deshalb schlagen die Grünen Linz vor, die städtischen Grünflächen sukzessive auf eine naturnahe Begrünung umzustellen. Eignen würde sich für die Maßnahme zum Beispiel ein Beet auf dem Hauptplatz oder Flächen in zentral gelegenen Parkanlagen.

Wie die naturnahe Begrünung funktioniert und was sie bringt:

Unter einer naturnahen Begrünung versteht man, dass im Einklang mit den Gegebenheiten gearbeitet und auf die Eigenheiten des jeweiligen Standortes Rücksicht genommen wird. Konkret setzt man heimische, artgerechte Pflanzen und Samen in die Erde. Der Vorteil: Der Einsatz von Pestiziden wird unnötig. Dieser Verzicht setzt wiederum eine regelrechte Kettenreaktion in Gang: Wildbienen, Schmetterlinge und Co., finden durch die angeführten Maßnahmen wieder Lebensräume vor und tragen einen wesentlichen Teil zur biologischen Vielfalt in unserer Stadt bei. Dadurch entstehen wichtige bioklimatische Ausgleichsräume, die der Erwärmung in der Stadt entgegenwirken. Eine naturnahe Begrünung wirkt sich aber nicht nur positiv auf die Zukunft unserer Stadt aus, sie bringt auch finanzielle Vorteile.

Durch den Einsatz von heimischen, artgerechten Pflanzen reduzieren sich die Arbeit und die Kosten für die Erhaltung. Schließlich sind heimische Arten angepasster, widerstandsfähiger, robuster und resistenter gegen Krankheiten. Außerdem brauchen sie weniger Bewässerung und keine Pflanzenschutzmittel. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der soziale Nutzen, den eine naturnahe Begrünung mit sich bringt. Grünräume leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erholung und zur Freizeitgestaltung in der Innenstadt.

Dass naturnah gestaltete öffentliche Flächen für zukunftsorientiere Städte und Gemeinden stehen, zeigen verschiedene Beispiele. So hat Rankweil in Vorarlberg die Bepflanzung im gesamten Gemeindegebiet umgestellt. Neben dem Umwelt- und dem Kostennutzen freuen sich die Verantwortlichen auch über ein gestiegenes touristisches Interesse.

Bitte umsteigen: Neue Förderungen des Umweltressorts
treiben den Ausbau der sanften Mobilität weiter voran

Alternative Mobilitätsformen, wie der Umstieg auf E-Autos und E-Lastenfahrräder, nehmen in unserer Stadt immer mehr Fahrt auf. Deshalb haben sowohl das Umweltressort der Stadt Linz als auch der Bund die Förderungen im Bereich der Elektromobilität neu geregelt. Dass E-Autos für die Umwelt besser sind, als Benzin- oder Dieselfahrzeuge, ist unbestritten. Wichtig ist es aber die städtische Mobilität ganzheitlich zu denken. Dazu zählen zum Beispiel auch Lastenfahrräder mit und ohne E-Antrieb sowie der öffentliche Verkehr.

Aktuell unterstützt das städtische Umweltressort Betriebe bzw. Organisationen mit öffentlichem Interesse (z.B. Hauskrankenpflege und Taxis) beim Kauf oder Leasing von E-Autos, E-Motorräder und E-Scooter. Die E-Mobilitätsförderung stellt eine umweltpolitische Lenkungsmaßnahme dar. Betriebe, Unternehmen und Organisationen mit einem öffentlichen Interesse, deren Fahrzeuge ständig in der Stadt unterwegs sind, sollen durch die Förderung einen Anreiz erhalten, auf umweltfreundlichere Fahrzeuge umzusteigen. Hier die maximalen Förderhöhen im Überblick:

  • Ø E-Autos: Maximal 1000 Euro
  • Ø E-Motorräder: Maximal 500 Euro
  • Ø E-Scooter: Maximal 300 Euro

Auch der Bund hat die finanzielle Unterstützung im Bereich der Elektromobilität geändert. Dabei bekommen sowohl Privatpersonen als auch Betriebe und Gemeinden eine Subvention, wenn sie von herkömmlichen Fahrzeugen auf E-Autos umsteigen.

Um die Elektromobilität auszubauen, braucht es eine Verbesserung der Infrastruktur. Schließlich haben viele BürgerInnen keinen eigenen Garagenplatz, wo sie ihr E-Auto aufladen können. Deshalb sind vermehrt Ladestationen im öffentlichen Raum nötig. Auf die geänderten Erfordernisse reagiert auch die Linz AG. Bis Mitte des heurigen Jahres soll das Ladenetz auf 40 Standorte bzw. 130 Ladepunkte ausgedehnt werden. Erfreulicherweise ist nun auch geplant, fünf neue Ladepunkte auf dem Urfahraner Jahrmarktgelände zu installieren. Derzeit bereitet das städtische Umweltressort einen Antrag für eine Förderung vom Land Oberösterreich vor.

Finanziell unterstützt werden vom Umweltressort der Stadt auch Lastenfahrräder mit und ohne E-Antrieb. Unterstützt werden Privatpersonen, Fahrgemeinschaften, Betriebe/Organisationen etc. mit Standort bzw. Hauptwohnsitz in Linz mit 30 Prozent der Investitionskosten. Hier die maximalen Förderhöhen im Überblick:

  • Ø E-Lastenfahrräder: Maximal 1000 Euro
  • Ø Lastenfahrräder: Maximal 800 Euro
  • Ø Fahrradanhänger: Maximal 150 Euro

Eine wesentliche Rolle, um den motorisierten Individualverkehr einzudämmen spielt der öffentliche Verkehr. Dass der Wille in die Straßenbahnen und die Busse umzusteigen, zeigen die jährlichen Fahrgastzahlen der Linz AG. Ein wichtiger Grund, warum sich die öffentlichen Verkehrsmittel in unserer Stadt großer Beliebtheit erfreuen, ist das auf Initiative der Grünen Linz eingeführte Umweltticket. Dank der verbilligten Jahreskarte können alle BürgerInnen mit Hauptwohnsitz in Linz die städtischen öffentlichen Verkehrsmittel um 285 Euro pro Jahr nützen. Die Attraktivität dieses Angebotes untermauert folgende Zahl. Mehr als 11.500 LinzerInnen sind mittlerweile InhaberInnen des Umwelttickets. Mit dem Umweltticket haben wir nach wie vor eine der günstigsten Jahreskarten in ganz Österreich und leisten damit einen wertvollen Beitrag für eine umweltfreundliche Mobilität, Es ist schön zu sehen, dass dieses attraktive Angebot so hervorragend angenommen wird.


Wissen, was läuft: Infopoints weisen LinzerInnen und TouristInnen
​auf  das kulturelle Geschehen in unserer Stadt hin

Dass die Stadt Linz ein vielfältiges kulturelles Angebot gibt, ist unbestritten. Die verschiedenen Häuser und ihr Programm gehören aber auch entsprechend beworben. Um die Informationen rasch und niederschwellig an LinzerInnen und TouristInnen zu übermitteln, bieten sich Infopoints an. Auf den Bildschirmen dieser Informationssäulen soll auf Konzerte, Theateraufführungen, Musicals und andere Veranstaltungen hingewiesen werden. Genauso soll die Freie Kulturszene einen Platz erhalten, um auf sich aufmerksam zu machen. Vorbilder, an denen sich die Stadt orientieren kann, gibt es einige. So geben digitale Informationssäulen unter anderem in Großstädten wie Wien oder Berlin den BürgerInnen einen Überblick über das Veranstaltungsangebot.

In Linz kommen als Standorte für die digitalen Infopoints verschiedene öffentliche Plätze in Frage. Sinnvoll wäre die Errichtung der Säulen unter anderem auf dem Hauptplatz und an der Donaulände. Schließlich befinden sich dort mit dem Brucknerhaus und dem Lentos nicht nur zwei wichtige Kultureinrichtungen in unmittelbarer Nähe, sondern auch die zentrale Ankunftsstelle für SchifffahrtstouristInnen. Damit sich Reisende, die unsere Stadt erkunden, rasch einen Überblick verschaffen können was in Linz los ist, bietet sich auch der Hauptbahnhof für die Errichtung von Infopoints an.

Mit dem Fernbus Europa erkunden: Grüne beantragen Untersuchung
​für geeigneten Busbahnhof-Standort

Immer mehr Reiselustige nutzen das Fernbusangebot, anstatt in das eigene Auto zu steigen. Dieser Trend macht auch vor unserer Stadt nicht Halt. Knapp 20 Fernbusunternehmen haben Linz mittlerweile auf ihrer Landkarte. Ein zentraler Bahnhof, an dem die öffentlichen Verkehrsmittel ankommen und abfahren, fehlt aber bis heute. Einige Busse machen beim Wissensturm Station, andere AnbieterInnen lassen ihre Fahrgäste in der Industriezeile ein- und aussteigen. Eine gemeinsame Anlaufstelle würde zu einem sinnvollen Verkehrsknotenpunkt beitragen.

Um Linz für Verkehrsmittel abseits des eigenen KFZ attraktiver zu machen, fordern die Grünen Linz in der Gemeinderatssitzung eine Untersuchung für einen geeigneten Busbahnhof-Standort. ExpertInnen sollen einen Plan vorlegen, an welchen Standorten eine gemeinsame Haltestelle für alle AnbieterInnen am besten geeignet ist. Mitgedacht werden sollen dabei Kriterien wie eine gute Erreichbarkeit und entsprechende Umsteigemöglichkeiten in andere öffentliche Verkehrsmittel. Gleichzeitig wäre es sinnvoll, geeignete Finanzierungsmodelle mitzudenken. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, die Busunternehmen finanziell an einem neuen Bahnhof zu beteiligen. Beraten werden sollen die Ergebnisse der Untersuchungen zunächst im Infrastrukturausschuss.

Mittendrin statt nur vorbei: Wohngebiet in der
​„Grünen Mitte“ braucht eine ​eigene S-Bahn-Haltestelle

Mit mehr als einer Million Fahrgäste ist die S-Bahn ein wichtiges Verkehrsmittel im Großraum Linz. Nicht zu vernachlässigen sind dabei auch die Vorteile, die sich durch die Züge bei Fahrten innerhalb unserer Stadtgrenzen ergeben. Vom Hauptbahnhof nach Ebelsberg benötigt man mit der Stadtschnellbahn lediglich sechs Minuten. Eine schnellere Verbindung gibt es nicht. Diese Vorteile sollen künftig auch die BewohnerInnen der Grünen Mitte genießen können. Hält die S-Bahn dort, dann dauert die Fahrt vom Hauptbahnhof zu dem Wohnkomplex weniger als vier Minuten. Das wäre ein weiterer Anreiz auf die öffentlichen Verkehrsmittel in unserer Stadt umzusteigen und das Auto stehenzulassen. Auch als Ergänzung zur geplanten zweiten Schienenachse wäre die S-Bahn-Station eine geeignete Umsteigemöglichkeit.

Deshalb fordern die Grünen Linz die ÖBB per Resolution auf, eine S-Bahn-Haltestelle im Bereich der Lastenstraße im Einzugsbereich des Wohngebietes Grüne Mitte zu prüfen. Damit würden auch dem Wunsch vieler BewohnerInnen des Areals auf dem Gelände des ehemaligen Frachtenbahnhofes nach einer besseren Anbindung an den öffentlichen Verkehr entsprochen werden. Wir setzen uns damit für die BewohnerInnen der Grünen Mitte und der anschließenden Wohngebiete ein.


Hier der Link zu den Anträgen im Detail: http://www.linz.at/Politik/GRSitzungen/GrSitzungen/GrDetail?GrId=94

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