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am 7. August

Hohe Unzufriedenheit mit der Linzer Radinfra­struk­tur

Klaus Grininger - Die BürgerInnenbefragung 2017 der Stadt Linz zeigt klar auf: Für RadfahrInnen ist die derzeitige Verkehrssituation mehr als ungenügend. „Die Ergebnisse der Befragung sind ein klarer Auftrag an Stadtrat Hein endlich beim Radverkehr in die Gänge zu kommen.

Mit der Auswertung der Ergebnisse der jüngsten BürgerInnenbefragung liegen nun auch Zahlen zur Zufriedenheit über die derzeitige Verkehrssituation für RadfahrerInnen vor. Bei knapp acht Prozent Radverkehrsanteil sind mehr als 33 Prozent der Bevölkerung mit dem derzeitigen Angebot unzufrieden. In der Innenstadt erhöht sich dieser Anteil sogar auf fast 40 Prozent. Die Stadt muss endlich einen Fokus auf den Ausbau des Radverkehrs legen. Andere Städte wie Salzburg oder Innsbruck machen dies vor und man sieht die positiven Effekte jeden Tag. In Linz hingegen wird seit Jahren nicht einmal das Budget für den Bau von Radwegen ausgeschöpft. 

Eine nicht repräsentative Befragung unter aktiven RadfahrerInnen während der „Grünen Radrettung“ im heurigen Frühjahr zeichnet ein noch negativeres Bild. 65 Prozent der Befragten zeigten sich mit der städtischen Radinfrastruktur unzufrieden, zudem sahen 61 Prozent keine Verbesserung in den vergangenen Jahren. In Sonntagsreden wird von einer Steigerung des Radverkehrsanteiles gesprochen, auch die Bundesregierung spricht von einer Verdoppelung bis 2025. Maßnahmen zur Umsetzung fehlen aber weitgehend. 

Radverkehr als Beitrag gegen die Klimakrise

Die derzeitige Hitzewelle verdeutlicht die Notwendigkeit für Maßnahmen gegen die Klimakrise. Prognosen seitens des Landes Oberösterreich gehen ab dem Jahr 2030 von einer Verdopplung der Hitzetage und Tropennächte aus. Der heurige Dürresommer könnte so zur Normalität werden.

Einen Beitrag zur Reduktion des CO2 Ausstoßes kann hier der Radverkehr leisten. Eine Studie prognostiziert dem Radverkehr in Deutschland ein Potential von bis zu elf Prozent Einsparung des gesamten CO2 Ausstoßes für den Personenverkehr. Berechnungen für Kopenhagen haben eine CO2-Einsparung von bis zu 90.000 Tonnen pro Jahr durch seine top-ausgebaute Radinfrastruktur ergeben. Die Klimaszenarien für 2030 sind alarmierend. Betrachtet man die möglichen Folgen der Klimakrise für die Stadt Linz, ist klar, dass eine Stärkung des Radverkehrs mehr als notwendig ist.



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