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am 16. März

Hafenstraße: Pläne für mehr Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr angekündigt – Doch wo bleibt die Umsetzung?

Helge Langer - Unverändert gefährlich ist die Situation für FußgängerInnen und RadfahrerInnen an der Linzer Hafenstraße. Zahlreiche kritische Situationen und auch Unfälle – vor allem bei der Querung der Straße – sprechen eine deutliche Sprache.

Auf Druck der Grünen sowie mehrerer Interessensgemeinschaften ist im Infrastrukturausschuss im September 2019 eine Lösung für eine Überführung für FußgängerInnen und RadfahrerInnen in Aussicht gestellt worden. Seitdem war davon nichts mehr zu hören. „Nur durch Ankündigungen lassen sich die Gefahrenstellen nicht entschärfen. Es braucht endlich eine Umsetzung der Pläne, damit alle, die zu Fuß oder mit dem Rad entlang der Hafenstraße unterwegs sind, nicht ständig das Nachsehen haben​​. 

Wie sehr eine für FußgängerInnen und RadfahrerInnen taugliche und sichere Lösung im Bereich der Hafenstraße fehlt, zeigt sich am Engagement der dort angesiedelten Unternehmen. 500 MitarbeiterInnen aus 17 Betrieben haben 2019 ihrem Ansinnen in Form einer Unterschriftenaktion Nachdruck verliehen und zahlreiche Anliegen an die Stadtpolitik formuliert. Immer mehr Menschen arbeiten und wohnen entlang der Hafenstraße. Diese Entwicklung muss auch die Stadt- und Verkehrsplanung berücksichtigen und entsprechend handeln.

Kreuzungsfreie Querung der Hafenstraße ist Grundvoraussetzung

Schließlich ist die Hafenstraße derzeit vor allem auf die Interessen des Autoverkehrs ausgelegt und die Querung der vielbefahrenen Straße nur an zwei Stellen möglich: Beim Zebrastreifen auf Höhe der Gallanderstraße, der aber mehr als gefährlich ist, und beim Schutzweg samt Druckknopf-Ampel bei der OMV-Tankstelle, wo FußgängerInnen und RadfahrerInnen entsprechend lange warten müssen. Eine gute Verkehrslösung sieht definitiv anders aus. Gerade jetzt, wo die nahegelegenen Bypassbrücken fertig sind und die Neue Donaubrücke bald eröffnet werden soll, ist es umso wichtiger, dass der Rad- und Fußverkehr in diesem Gebiet rasch und sicher vorankommt. Dazu ist eine kreuzungsfreie Querung der Hafenstraße eine Grundvoraussetzung.

Dabei hat es im September 2019 erste positive Ansätze zur Verbesserung der Situation gegeben. So ist damals im Infrastrukturausschuss darüber gesprochen worden, nahe der Kreuzung der Hafenstraße mit der Gallanderstraße eine Überführung zu errichten. Doch was ist seither passiert? Dass sich viele Vorhaben durch die Corona-Pandemie verzögern, ist verständlich und auch nachvollziehbar. Bei der Überführung scheint seit der Präsentation jedoch kaum ein weiterer Schritt erfolgt zu sein.

Entschärfung der Gefahrenstelle dauert bereits viel zu lange

Daher ist der Verkehrsreferent gefordert, die weitere Vorgangsweise auf den Tisch zu legen und klarzumachen, ob die Stadt an dieser Lösung festhält oder ob das Projekt nun doch nicht weiterverfolgt wird. Eines steht fest: Die LinzerInnen müssen schon viel zu lange auf eine Entschärfung der Gefahrenstelle warten. Hier geht es um die Sicherheit von Menschen, die entlang der Hafenstraße derzeit zu wenig Priorität hat​.

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