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am 11. April

Grüne fordern Pilotprojekt zur Öffi-Taktverdichtung während Sperre der B127

Klaus Grininger, Severin Mayr - Sechs Wochen muss die Rohrbacher Straße (B127) im Sommer wegen Bauarbeiten an der Brücke Ottensheim gesperrt werden. Während der Autoverkehr umgeleitet wird, sind Mühlkreisbahn und Busse nicht bzw. kaum von der Sperre betroffen. „Daher bietet sich hier die große Chance, beim Öffi-Ausbau aufs Gaspedal zu steigen und ein Pilotprojekt zur Taktverdichtung während der Bauarbeiten umzusetzen.

Ein Pilotprojekt für eine höhere Taktfrequenz der Mühlkreisbahn sowie der Busse von und Richtung Mühlviertel würde gleich auf mehreren Ebenen Verbesserungen bringen. Neben der Verkehrsentlastung würden auch die BewohnerInnen der umliegenden Wohngebiete profitieren, durch die der Autoverkehr während der Sperre umgeleitet werden muss. Deshalb setzen wir uns im Gemeinderat für ein entsprechendes Pilotprojekt ein.

Um den PendlerInnen den Umstieg möglichst einfach zu machen, sollen zusätzlich zur Taktverdichtung auch temporäre Park-and-Ride-Flächen entlang der B127 entstehen. „Dieses Pilotprojekt wäre auch ein guter Testlauf für künftige Straßenbaustellen, die etwa durch den Bau der Linzer Stadtautobahn auf uns zukommen.

Taktfrequenz bei Bussen in Richtung Innenstadt weiter ausbaufähig  

Die Forderung nach einem Pilotprojekt entlang der B127 ist aber nur ein Teil der Gemeinderatsresolution der Grünen Linz für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Vor allem in den Randgebieten unserer Stadt ist die Taktfrequenz der Busse des Oberösterreichischen Verkehrsverbundes (OÖVV) speziell an Tagesrandzeiten zu gering. Wenn die Menschen bis zu eine Stunde auf den nächsten Bus warten müssen, wird es schwierig, dass der Umstieg auf die Öffis gelingt. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Intervalle verstärkt werden.

Doch nicht nur innerhalb des Linzer Stadtgebietes, auch auf den Zubringerstrecken aus den Umlandgemeinden ist es dringend notwendig, den Takt zu erhöhen und dadurch den PendlerInnen ein besseres öffentliches Verkehrsangebot zu machen. Die Zeit der schönen Worte, wie wichtig der öffentliche Verkehr ist, muss endlich vorbei sein. Die Zeit ist überreif für Lösungen statt Ankündigungen!

"Bus fährt durch“: Einstiegsverbote bei Bussen verärgern LinzerInnen

Immer mehr LinzerInnen machten in den vergangenen Wochen ihrem Ärger darüber Luft, dass OÖVV-Haltestellen im Linzer Stadtgebiet zu reinen „Ausstiegshaltestellen“ degradiert wurden, bei denen wartende Passagiere nicht mehr in die Busse einsteigen dürfen. 

Davon betroffen sind täglich bis zu 100 Busse, die jeweils bis zu zehn Haltestellen anfahren, bei denen der Einstieg nun nicht mehr möglich ist. Wir brauchen aber keinen Rück- sondern einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs, wenn wir in unserer Stadt die Luft- und Verkehrsprobleme nachhaltig lösen wollen. Eine rasche Zustiegsmöglichkeit könnte bei freien Kapazitäten attraktive Schnellbuslinen ermöglichen. Das hilft PendlerInnen und LinzerInnen gleichermaßen. Wir werden versuchen, hier konstruktiv eine Lösung zu erreichen.


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