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am 23. Juli

Befragung zeigt: Knapp zwei Drittel sind mit dem Linzer Radwegenetz nach wie vor nicht zufrieden

Klaus Grininger - Breitere Radwege, eine Entschärfung des Nadelöhres Nibelungenbrücke, weniger Hindernisse entlang der Linzer Radwege: Das sind nur drei der Wünsche vieler RadfahrerInnen wie eine Umfrage der Grünen Linz während unserer heurigen Radrettungs-Tour ergeben hat. Einmal mehr klar zum Vorschein gekommen sind dabei auch die Mängel in der Radinfrastruktur.

Nahezu zwei Drittel der Befragten sind mit den Linzer Radwegen nicht oder nur wenig zufrieden. Das zeigt, dass Linz von einer fahrradfreundlichen Stadt nach wie vor weit entfernt ist​​. Trotz mancher Verbesserungen finden die Wünsche und Bedürfnisse der RadfahrerInnen im Stadtgebiet zu wenig Beachtung. Das unterstreichen auch die Ergebnisse unserer Befragung bei unseren Radrettungs-Tourstopps im Stadtgebiet. So empfinden rund 67 Prozent der TeilnehmerInnen den Stellenwert von RadfahrerInnen als weniger gut bzw. schlecht. 

Der Radverkehr wird in unserer Stadt nach wie vor nur geduldet. Von einer wirklichen Gleichberechtigung sind wir in Linz nach wie vor weit entfernt. Ein besonderes Anliegen der LinzerInnen ist zudem eine sichere und zentrale Donauquerung zu haben. So sprechen sich 79 Prozent für eine Brücke für FußgeherInnen und RadfahrerInnen auf Höhe des Brucknerhauses aus. Ebenfalls vielfach gewünscht ist die Verbreiterung der Radwege. 77,5 Prozent der Umfrage-TeilnehmerInnen wünschen sich mehr Platz auf den für Fahrräder vorgesehenen Flächen.

Mehr Geld für den Radverkehr nötig 

Radfahren in der Stadt gerät nach wie vor viel zu oft zu einem Hindernisparcours. Um deutlich spürbare Verbesserungen zu ermöglichen, gibt es nur einen Weg: Es muss entscheidend mehr Geld in den Radverkehr fließen. Die vergangene Gemeinderatssitzung hat jedoch gezeigt, dass Verkehrsreferent Hein nicht einmal dann bereit ist, Projekte wie einen Schnellradweg zwischen dem Linzer Süden und Urfahr zu prüfen, wenn es für die Umsetzung eine großzügige Mitfinanzierung des Klimaschutzministeriums geben würde. Obwohl immer mehr Menschen das Rad als schnelles und praktisches Verkehrsmittel in der Stadt entdecken, fehlt weiterhin das Tempo bei Verbesserungen, um noch mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen​.

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