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am 20. Oktober

Baustellen dürfen kein Hindernislauf sein: Barrierefreiheit und Sicherheit müssen an erster Stelle stehen

Helge Langer - Immer wieder entpuppen sich Baustellen als gefährliche Hindernisse für den Fuß- und Radverkehr. Aktuell in der Stifterstraße, wo FußgängerInnen aufgrund von Bauarbeiten mitten auf die viel befahrene Straße umgeleitet werden.

Das ist mehr als gefährlich, besonders da hier viele SchülerInnen unterwegs sind. Generell wird bei der Einrichtung von Baustellen viel zu oft nur an den Autoverkehr gedacht. Barrierefreiheit und die Sicherheit für alle die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, müssen aber an erster Stelle stehen. 

Baustellen sind in einer Stadt unvermeidlich. Bevor die Stadt die Bewilligung zur Einrichtung erteilt, muss aber sichergestellt sein, dass FußgängerInnen und RadfahrerInnen die Bereiche passieren können, ohne mitten auf die Fahrbahn ausweichen müssen und in Gefahr geraten, mit einem Auto zu kollidieren. Dadurch werden unnötige Gefahrensituationen geschaffen, die schnell mit einem Unfall und schweren Verletzungen enden können. Dass sich hier nun die BürgerInnen-Initiative Domviertel für eine Lösung in Sinne des Fuß- und Radverkehrs einsetzt, ist verständlich und verdient Unterstützung.

Mehr Priorität für Rad- und Fußverkehr bei Baustellen 

Dabei heißt es auf der Website der Stadt, dass die Bewilligung für eine Baustelle nur dann erteilt wird, „wenn die Beeinträchtigung nicht wesentlich ist oder wenn es möglich ist, durch Vorschreibung von Auflagen die Aufrechterhaltung der Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs sicherzustellen“. Es hat den Anschein, dass die Einhaltung dieser Vorschriften in erster Linie auf das möglichst rasche Vorankommen der Autos angewendet wird und alle anderen Verkehrsteilnehmer schauen müssen, wie sie Baustellen-Hindernisse überwinden.

Deshalb ist die Stadt gefordert, mehr Augenmerk darauf zu legen, dass Baustellen sicher passierbar sind und die Barrierefreiheit gegeben ist. Gerade in der Stadt legen immer mehr BürgerInnen ihre Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Darauf muss auch bei der Einrichtung von Baustellen viel mehr Rücksicht genommen werden. FußgängerInnen und RadfahrerInnen müssen hier Priorität haben.


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