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am 28. Februar

Baubeginn für A26-Schneise ist Absage an zeitgemäße Verkehrspolitik und an eine saubere Linzer Luft

Klaus Grininger - Während der Ausbau des öffentlichen Verkehrs seit Jahren auf dem Abstellgleis steht, spielt Geld keine Rolle, wenn es um die Verwirklichung von Autobahnschneisen wie der A26 geht. Auch, wenn sich Bundes-, Landes- und Stadtpolitiker heute für ein Steinzeitprojekt selbst feiern, bedeutet dieser Tag eine Absage an eine zeitgemäße Verkehrspolitik, den Schutz der Menschen und unserer Natur.

Während andere Städte längst daran arbeiten, dass der Autoverkehr weniger und die Öffis ausgebaut werden, passiert in Linz das Gegenteil. Egal, ob es die 2. Schienenachse, die Regiotram oder der Ausbau der Mühlkreisbahn ist: Alle diese Projekte könnten längst auf Schiene sein, sind bislang aber stets an der nötigen Finanzierung gescheitert. Bei Autobahnschneisen mitten durch das Stadtgebiet ist das Geld nicht nur plötzlich abgeschafft – obwohl die A26 ein Bundesprojekt ist, zahlt die finanziell ohnehin marode Stadt mehr als 30 Millionen Euro dazu. Zum Vergleich: Um die Gesamtkosten von rund 670 Millionen Euro könnten mehr als zwei neue Straßenbahnachsen in Linz gebaut werden.

Eine zusätzliche Autobahn durch die Stadt kostet aber nicht nur Geld, sondern die Linzerinnen und Linzer wertvolle Lebensqualität. Alleine die jahrelange Baustelle verbunden mit Lärm und Staub wird für viele Menschen starke Beeinträchtigungen im Alltag bringen. Zusätzlich werden durch die A26 noch mehr Autos in die Stadt hereingeholt. Damit werden die Bemühungen für die Einhaltung der Luftgrenzwerte zunichtegemacht. Darunter leiden alle, die in unserer Stadt leben und arbeiten. 

Zugesicherte Schutzmaßnahmen müssen eingehalten werden 

Deshalb werden die Grünen Linz in den kommenden Jahren genau darauf achten, dass sämtliche von der ASFINAG zugesicherten Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung eingehalten werden. Die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen für eine Autobahnschneise aufs Spiel zu setzen, ist in höchstem Maße unverantwortlich und hat mit einer Verkehrspolitik des 21. Jahrhunderts nichts zu tun. Darüber kann auch keine Spatenstichfeier hinwegtäuschen.


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