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am 19. Oktober

Aus zwei mach eins: Busse der Linz AG und des OÖVV sollen Haltestellen künftig gemeinsam nützen

Klaus Grininger - Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen öffentlichen Verkehrsunternehmen ist in Linz nach wie vor ausbaufähig. So dürfen Busse des Oberösterreichischen Verkehrsverbundes (OÖVV) keine Haltestellen der Linz AG anfahren. Durch diese Regelung wird den Fahrgästen das Umsteigen erschwert. Sie müssen oftmals längere Wege zurücklegen, dabei bleibt kostbare Zeit auf der Strecke.

Um dieses Manko zu beheben und das Öffi-Angebot zu verbessern, fordern wir in der kommenden Gemeinderatssitzung eine gemeinsame Nutzung der Haltestellen zu ermöglichen.          

Dass weitere Maßnahmen nötig sind, um den öffentlichen Verkehr attraktiver zu gestalten, zeigen folgende Zahlen: Für 42,5 Prozent der in Linz zurückgelegten Wege wird das Auto verwendet, auf Bus und Straßenbahn entfallen hingegen nur 24 Prozent. Um dieses Ungleichgewicht zu reduzieren und mehr Menschen zum Umstieg auf die Öffis zu bewegen, ist es notwendig, dass sich die Verantwortlichen der verschiedenen Anbieter besser vernetzen. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre dabei die gemeinsame Benützung von Haltestellen. Schließlich kombinieren viele PendlerInnen die Angebote der unterschiedlichen Dienstleister auf ihren täglichen Wegen.

Wie Fahrgästen unnötige Hindernisse in den Weg gelegt werden, müssen jene SchülerInnen der HTL Bau und Design, die mit ÖBB-Postbussen anreisen, täglich erleben. Obwohl die Busse an der Linz-AG-Haltestelle Humboldtstraße und somit in Schulnähe vorbeifahren, dürfen sie dort nicht halten. Stattdessen müssen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei weiter entfernten Haltestellen ein bzw. aussteigen und dadurch Umwege in Kauf nehmen. Diese Regelung ist nicht im Sinne der Fahrgäste und gehört daher dringend geändert.

Um hier eine Verbesserung zu ermöglichen, ist der zuständige FPÖ-Stadtrat Markus Hein gefordert, sich mit den Verantwortlichen der betroffenen Verkehrsunternehmen an einen Tisch zu und über eine gemeinsame Nutzung von Haltestellen zu verhandeln. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für unsere Forderungen sind gegeben. Jetzt liegt es an den EntscheidungsträgerInnen zu zeigen, dass ihnen ein attraktiver öffentlicher Verkehr im Sinne der BürgerInnen tatsächlich ein Anliegen ist.         


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