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am 20. April

Wohin mit der umstrittenen Aphrodite? Dauerhafter Platz im Stadtmuseum Nordico ist die beste Lösung

Rossitza Ekova-Stoyanova - Wo die umstrittene Aphrodite-Statue künftig zu sehen sein soll, darüber hat sich eine ExpertInnengruppe Gedanken gemacht und Vorschläge ausgearbeitet. Diese sehen entweder eine Rückkehr in den Rundtempel auf dem Bauernberg oder ein neues Zuhause in den Räumen des Nordico vor. Die beste Variante ist, die Skulptur im Stadtmuseum auszustellen.

Derzeit steht der Rundtempel am Bauernberg leer.

Dadurch ist am ehesten gewährleistet, dass das einstige Geschenk von Adolf Hitler zu keiner Pilgerstätte für Rechtsextreme wird. 2008 hatte der damalige Bürgermeister Franz Dobusch beschlossen, die Aphrodite vom Bauernberg zu entfernen. Anlass war die belastete Geschichte der Skulptur, die Hitler im Jahr 1942 an Linz vermacht hatte. Nun hat ein von der Stadt bestelltes ExpertInnengremium drei Varianten vorgelegt, wie es mit der Statue, die derzeit in einem Depot im Nordico zu finden ist, weitergehen soll. In Betracht gezogen werden dabei auch zwei Möglichkeiten, die Aphrodite wieder in dem Rundtempel auf dem Bauernberg unterzubringen. Die Umsetzung könnte als Kunstprojekt mit der Vorgabe, den historischen Kontext zu reflektieren, erfolgen. Möglich wäre auch die Figur „einfach so“ wieder in den Tempel zu stellen, um dadurch den Originalzustand wiederherzustellen.

Gegen diese Option sprechen sich die Grünen Linz aus. Dass sich die Stadt mit ihrem kulturellen Erbe auseinandersetzt, ist wichtig. Kehrt die Aphrodite wieder auf den Bauernberg zurück, steigt die Gefahr, dass die Statue von Ewiggestrigen als Kultobjekt missbraucht wird.Wird die Skulptur hingegen im Nordico aufgestellt, lässt sich dieses Risiko minimieren. Da sich das Museum ohnehin mit unserer Stadtgeschichte beschäftigt, würde diese Variante Sinn machen.

Gedanken über die weitere Vorgehensweise macht sich der Kulturausschuss. Wichtig ist, dass bei den Gesprächen über alle drei Möglichkeiten offen diskutiert wird und wir zu einer Lösung kommen, die für alle tragbar und im Sinne unserer Stadt ist. 

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