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am 8. Oktober

"walk of fem": Bemerkenswerte Linzer Frauen werden sichtbar

Eva Schobesberger - Sterne entlang der Ernst-Koref-Promenade zwischen Lentos Brucknerhaus machen künftig Frauen mit besonderen Biografien oder bemerkenswerten Leistungen sichtbar.

Auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern ist das Sichtbarmachen von Frauen und deren Leistungen eine wichtige Aufgabe und ein wesentliches Ziel des Linzer Frauenbüros. Frauen mit bemerkenswerten Biographien oder besonderen Leistungen sollen im öffentlichen Raum und dauerhaft einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.  

Bereits 2008 wurde beim LINZFEST mit dem (temporären) „walk of fem“ ein Projekt umgesetzt, das historische Frauen-Persönlichkeiten stärker im allgemeinen Bewusstsein verankert hat. In Anlehnung daran wird nun an der Ernst-Koref-Promenade ein dauerhafter „walk of fem“ realisiert werden. 

Bis zu 120 Sterne werden auf dem "walk of fem" zu finden sein.

Die beiden Linzer Künstlerinnen Margit Greinöcker und Betty Wimmer wurden – dem Gemeinderatsbeschluss vom 1. März 2018 folgend – vom Frauenbüro der Stadt Linz mit der Entwicklung einer permanenten Gestaltungsvariante der „walk of fem-Sterne“  an der Ernst-Koref-Promenade zwischen Lentos Kunstmuseum und Brucknerhaus beauftragt.

Ich freue mich sehr, dass wir den "walk of fem" durch die Gestaltung von Margit Greinöcker und Betty Wimmer nun dauerhaft im öffentlichen Raum umsetzen können. Die Leistungen, Verdienste und Lebenswege von Frauen wurden viel zu lange nicht gesehen und erst recht nicht gewürdigt. Durch den "walk of fem" werden große Linzerinnen sichtbar gemacht und ihr Wirken wieder ins Bewusstsein geholt.

GESTALTUNG DES „WALK OF FEM“

Der nun beschlossene Gestaltungsvorschlag von Margit Greinöcker und Betty Wimmer sieht in Anlehnung an den „walk of fem“ im Rahmen des LINZFEST 2008 eine Anbringung von goldenen Sternen auf der Ernst-Koref-Promenade zwischen Lentos Kunstmuseum und Brucknerhaus vor. In den Sternen werden die Namen bemerkenswerter historischer Frauen-Persönlichkeiten angebracht. Das entsprechende Wirken bzw. das Leben der Frauen wird zudem auf einer Webseite dargestellt. 

Der „walk of fem“ wird in einem ersten Umsetzungsschritt bis zu 80 Sterne umfassen, eine Ausweitung auf bis zu 120 Sterne ist in den Folgejahren vorgesehen bzw. wünschenswert. Die Relevanz der gewürdigten Frauen wird dabei ähnlich wie bei der Vergabe von Straßennamen auf Basis der historischen Faktenlage vom Archiv der Stadt Linz geprüft. Voraussetzung ist, dass die Persönlichkeiten bereits verstorben sind und ein deutlicher Linz-Bezug besteht.

Für eine optisch ansprechende Umsetzung wird vor dem Anbringen/Aufsprühen der Sterne der Untergrund saniert und mit einer dünnen Asphaltschicht überzogen. Die Sterne werden mithilfe von Folienschablonen und mit Straßenmarkierungsfarben angebracht und weisen eine entsprechende Haltbarkeit, sowie die erforderliche Rutschfestigkeit auf. Die Umsetzung soll bis Ende des Jahres erfolgen, wobei die Kosten sich auf maximal 35.500 Euro belaufen und vom Budget des Frauenbüros der Stadt Linz getragen werden.

Textquelle: Stadt Linz, Fotomontage: Margit Greinöcker​



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