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am 9. Oktober

Frauenvolksbegehren: Knapp 500.000 Unterschriften als starkes Signal gegen Männerpolitik der Regierung

Eva Schobesberger - Ein starkes Zeichen für mehr Gerechtigkeit haben österreichweit 481.906 Menschen mit ihrer Unterschrift des Frauenvolksbegehrens geleistet – alleine in Linz haben 13.145 Personen unterschrieben.

Ich bedanke mich bei allen UnterstützerInnen und den engagierten Initiatorinnen und Aktivistinnen des Frauenvolksbegehrens. Knapp 500.000 Unterschriften sind mehr als ein Achtungserfolg. Das ist ein starkes Signal in Richtung Bundesregierung​. 

Genug zu tun bleibt allemal: Schließlich sind Frauen nach wie vor überall dort unterrepräsentiert, wo es um Macht und Geld geht. Dafür leisten sie die unbezahlte Sorgearbeit nahezu alleine. Mindestens jede fünfte Frau ist von häuslicher Gewalt betroffen. Frauen sind  Das sind himmelschreiende Ungerechtigkeiten gegen die jetzt hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher aufgestanden sind. Es wäre angebracht das auch auf Bundesebene zu honorieren.

Initiativen aus der Bevölkerung ernst nehmen!

Dass das Frauenvolksbegehren im Parlament behandelt werden muss, steht ohnehin fest, da die dafür notwendige Hürde von 100.000 Unterschriften schon in der Einleitungsphase erreicht worden ist. Diese Bundesregierung stärkt patriarchale Strukturen. Umso größer ist die Bedeutung solcher Initiativen, die aus der Bevölkerung kommen.

Noch dazu, da zuletzt jedoch das Gegenteil in unserem Land geschehen ist – Frauen zählen zu den VerliererInnen der schwarz-blauen Politik. So ist in den vergangenen Monaten unter anderem ein 100-Prozent-Kürzungspaket für Frauenberatungsstellen auf den Tisch gelegt worden, die sich für die Rechte und Anliegen von Frauen einsetzen. Dazu kommt der Rückbau des Nachmittagsangebotes in Kindergärten, der in erster Linie Alleinerzieherinnen trifft. Nur dank unseres Einsatzes ist es gelungen, ein spezielle Tarifmodell zu entwickeln, mit dem das Schlimmste abgefangen werden konnte.

Einkommensunterschiede nach wie vor eklatant 

Eklatant sind nach wie vor auch die Einkommensunterschiede. So arbeiten in Linz Frauen im Vergleich zu Männern heuer 70 Tage gratis. Das entspricht einem Einkommensunterschied von 19,1 Prozent auf Basis ganzjähriger Vollzeiteinkommen. Diese Ungleichbehandlung ist nicht länger tolerierbar ist. Das erfolgreiche Frauenvolksbegehren ist ein wichtiger Schritt, damit die Gleichstellung, die längst selbstverständlich sein sollte, endlich im Alltag der Frauen in unserem Land ankommt.


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