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am 26. September

Es geht um Gerechtigkeit für alle: Frauenvolksbegehren unterzeichnen!

Eva Schobesberger - Nach wie vor ist mindestens jede 5. Frau von häuslicher Gewalt betroffen. Frauen sind überall dort unterrepräsentiert, wo es um Macht und Geld geht. Dafür leisten sie die unbezahlte Sorgearbeit nahezu alleine. Das zu ändern, ist eine Frage der Gerechtigkeit.

Das Frauenvolksbegehren zu unterschreiben heißt ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit zu setzen, auch wenn man nicht mit jeder Forderung zu 100 Prozent übereinstimmt. Das Volksbegehren ist ja noch kein Gesetzestext. Damit drücken wir aus, dass wir Gerechtigkeit wollen und die konkreten Forderungen diskutiert gehören​​​. 

Neun Forderungen haben die Initiatorinnen des überparteilichen Frauenvolksbegehren 2.0 aufgelistet. Diese reichen von gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit bis hin zu einem Rechtsanspruch auf eine ganztägige kostenlose Kinderbetreuung. Abgedeckt werden die frauenpolitischen Kernbereiche „Arbeit & Wirtschaft“, „Familie & Gesundheit“ sowie „Politische Teilhabe & Mitsprache“. 

Dass bereits vor Beginn der Eintragungswoche genügend Unterschriften gesammelt worden sind, damit das Frauenvolksbegehren im Nationalrat behandelt werden muss, ist ein starkes Signal. Umso wichtiger ist es, dass auch während der Eintragungswoche möglichst viele UnterstützerInnen dazukommen. Mit jeder Unterschrift mehr wird es für die politischen Verantwortlichen schwieriger, die Gleichstellung von Frauen und Männern weiter zu ignorieren.

Gleichberechtigung macht unter Schwarz-Blau Rückschritte  

Schließlich passiert in unserem Land derzeit das Gegenteil. So ist es unter Schwarz-Blau in den vergangenen Monaten unter anderem zu einem 100-Prozent-Kürzungspaket für Frauenberatungsstellen gekommen, die sich für die Rechte und Anliegen von Frauen einsetzen. Dazu kommt der Rückbau des Nachmittagsangebotes in Kindergärten, der in erster Linie Alleinerzieherinnen trifft und wo in Linz nur dank eines speziellen Tarifmodells das Schlimmste abgefangen werden konnte. Nur dank unserem Einsatz ist es gelungen, eine spezielle Regelung für Linz zu finden, die für Betroffene das Schlimmste abfängt. 

Linzer Frauen arbeiten heuer 70 Tage "gratis"

Umso wichtiger ist es deshalb aufzustehen und dafür einzutreten, dass Frauen das gleiche Geld für die gleiche Leistung bekommen, mehr in Führungspositionen zu finden sind und Familie und Beruf vernünftig unter einen Hut bekommen. Die Einkommensunterschiede sind nach wie vor eklatant. So arbeiten in Linz Frauen im Vergleich zu Männern heuer 70 Tage "gratis". Das entspricht einem Einkommensunterschied von 19,1 Prozent auf Basis ganzjähriger Vollzeiteinkommen. Das Frauenvolksbegehren ist daher ein wichtiger Schritt, damit die Gleichstellung, die längst selbstverständlich sein sollte, endlich im Alltag der Frauen in unserem Land ankommt.      

Alle Infos rund um das Frauenvolksbegehren gibt's hier: https://frauenvolksbegehren.at​​
Hier​ kann in Linz unterschrieben werden


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