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am 7. März

Einkommensschere klafft weiter stark auseinander: Arbeit von Frauen muss endlich gerecht entlohnt werden

Eva Schobesberger - Zahlreiche Initiativen und Aktionen finden morgen anlässlich des internationalen Frauentages statt. Esbleibt genug zu tun damit Frauen für die gleiche Leistung das gleiche verdienen. So verdienten Frauen im Vorjahr auf Basis ganzjähriger Vollzeiteinkommen durchschnittlich um 22,1 Prozent weniger. Höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert. Die Arbeit von Frauen muss gerecht entlohnt werden.

Viele Veranstaltungen haben diese Woche die Geschlechterungerechtigkeit zum Thema.

Bereits am 12. Oktober fand in Linz im Vorjahr der sogenannte „equal pay day“ statt. Im Vergleich zu Männern haben Frauen ab diesem Tag statistisch gesehen bis zum Jahresende unentgeltlich gearbeitet. Diese große Lücke hat mehrere Ursachen. Zwei Drittel machen Diskriminierungsfaktoren aus. Obwohl wir uns im 21. Jahrhundert befinden, ist es immer noch gelebte Praxis, dass Frauen nur aus dem Grund weniger verdienen, weil sie Frauen sind. Gerechte Bezahlung von Frauen und Männern muss eine Selbstverständlichkeit sein.

Um auf soziale Ungerechtigkeiten hinzuweisen bzw. diese zu verbessern, organisieren die engagierten Mitarbeiterinnen im Frauenbüro regelmäßig Informationsveranstaltungen und Aufklärungskampagnen. Außerdem gibt es in Linz viele Initiativen und Vereine, die sich das ganze Jahr über für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Bei uns ist nicht nur einmal im Jahr, sondern jeden Tag Frauentag. Linz nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Auch die Initiative „Feminismus und Krawall“ setzt sich morgen wieder auf künstlerische Weise für Frauenrechte ein. Ein wichtiger Beitrag, um die Leistungen von Frauen in Linz in den Mittelpunkt zu rücken, ist auch der von Schobesberger initiierte Frauenpreis, der dieses Jahr an das Gewaltopferbetreuungsteam (GOBT) des Kepler-Universitätsklinikums ging.

Ein wichtiger Schritt, um Frauen nicht noch weiter zu benachteiligen, ist die Beibehaltung des Aktivpasses in seiner derzeitigen Form. Schließlich sind rund 70 Prozent der BezieherInnen Frauen. Würde künftig das Haushalts- und nicht das Einzeleinkommen herangezogen, hätte das eine soziale Ausgrenzung von Frauen zur Folge.

Zahlreiche Aktivitäten zum internationalen Frauentag

Wie auch in den vergangenen Jahren, veranstalten in der Woche um den 8. März wieder zahlreiche Vereine und Initiativen verschiedene Aktivitäten, um auf die Geschlechterungerechtigkeit hinzuweisen. Am 8. März findet ab 15 Uhr wieder "Feminismus und Krawall" in der Linzer Innenstadt statt. Um 20 Uhr beginnt die Frauenfilmnacht der Grünen Frauen im Moviemento. Am Donnerstag wird ab 19 Uhr der Frauenpreis 2017 verliehen. Unter dem Titel "Laut werden – Für Frauenrechte und Demokratie" lädt die Sozialplattform am Freitag ab 15.30 Uhr in die Redoutensäle       

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