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am 8. Mai

Doppelte Auszeichnung: Jury prämiert zwei Projekte mit dem Gabriele-Heidecker-Frauenkunstpreis 2019

Eva Schobesberger - Gleich zwei Projekte werden heuer mit dem Gabriele-Heidecker-Frauenkunstpreis ausgezeichnet. Die Jury hat sich dafür entschieden, das Duo Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf sowie die Künstlerin starsky zu prämieren. Beide Siegerinnen-Projekte erhalten jeweils die Hälfte des insgesamt mit 10.000 Euro dotierten Preisgeldes. Die Verleihung findet am 6. Juni, 19 Uhr, im afo-architekturforum statt.

Die Anerkennung und Sichtbarkeit von Frauen im öffentlichen Raum haben sich Romano Hagyo und Silke Maier-Gamauf zum Ziel gesetzt. Konkret rücken die beiden Künstlerinnen Straßen in den Mittelpunkt, die nach Frauen benannt sind. Ihr Projekt „Straßenballade“ bezieht sich auf den gleichnamigen Gedichtband der 1996 verstorbenen Linzer Autorin Henriette Haill. Die nach ihr benannte Straße ist ebenso Teil des Projektes, wie der Heideckerweg. Beide Straßen sind in Pichling zu finden. Durch ihre ungewöhnlichen Kontextualisierungen gelingt es den Künstlerinnen besondere Aufmerksamkeit zu erzeugen und den Blick auf die Namensgeberinnen zu lenken.

Seit 2014 gemeinsam künstlerisch aktiv

Hagyo und Maier-Gamauf arbeiten seit 2014 gemeinsam an künstlerischen Projekten. Romana Hagyo hat Malerei an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien, sowie Medienkultur und Kunsttheorien an der Kunstuniversität in Linz studiert und an der Universität Salzburg dissertiert. Silke Maier-Gamauf hat an der Akademie der bildenden Künste Wien und am Central St. Martins College of Art and Design London studiert. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Wien. 

"Projektionsguerilla" im öffentlichen Raum 

Zusätzlich hat die Jury entschieden, auch die Künstlerin starsky mit dem Gabriele-Heidecker-Preis 2019 zu prämieren. Die „Projektionsguerilla“ ist bereits mit zahlreichen Projekten im öffentlichen Raum in Erscheinung getreten. Ausgezeichnet wird sie für ihre Textprojektion „globale empathie – smash patriarchy“, die starsky anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März für den Linzer Hauptplatz konzipiert und in Kooperation mit Feminismus und Krawall erfolgreich umgesetzt hat. Mit ihren Projektionen gelingt es starsky, den öffentlichen Raum mit feministischen, künstlerisch-politischen Botschaften auf besondere Weise zu nützen. Das ist gleichermaßen faszinierend und beeindruckend.

Die in Wien lebende Künstlerin hat beruflich einen großen Linz-Bezug . So war sie 2011/12 Gastprofessorin an der Kunstuniversität Linz, im Bereich Zeitbasierte Medien. Außerdem arbeitet starsky immer wieder mit feministischen Gruppen und Organisationen wie FIFTITU%, Feminismus und Krawall oder dem Frauenbüro Linz zusammen.   

Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird aufgeteilt 

Somit wird auch das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro zwischen den Preisträgerinnen aufgeteilt. Über die Vergabe der Auszeichnungen hat eine hochkarätige Jury entschieden. Neben Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der bildenden Künste in Wien, Eva Schlegel, Wiener Künstlerin und ehemalige Uniratsvorsitzende der Kunstuni Linz, Performancetheoretikerin und Aktivistin Marty Huber war heuer wieder die Linzer Künstlerin und Architektin Margit Greinöcker Teil des Preisgerichtes. Diese hochkarätigen Namen zeichnen den Preis zusätzlich aus, Ich freue mich auf die Preisverleihung und einen schönen Abend am 6. Juni​ und bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen, die spannende Projekte eingereicht haben. 


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