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am 25. Februar

Auf den Spuren des „Walk of Fem“

Eva Schobesberger - Grüne wollen Leistungen von Frauen im öffentlichen Raum sichtbar machen

Obwohl Frauen das Stadtgeschehen genauso prägen, finden ihre Leistungen oftmals weniger Beachtung und öffentliche Aufmerksamkeit als jene von Männern. „Im Jahr des Frauenvolksbegehrens 2.0 wäre es daher ein schönes Zeichen, Linzerinnen mit außergewöhnlichen Biografien oder besonderen Taten, dauerhaft im öffentlichen Raum sichtbar zu machen“, kündigt Ursula Roschger, Klubobfrau der Grünen Linz, einen entsprechenden Antrag in der kommenden Gemeinderatssitzung an.   


Dank einer Zusammenarbeit engagierter Mitarbeiterinnen des städtischen Frauenbüros, der LinzKultur sowie verschiedener Künstlerinnen, war beim LinzFest 2008 bereits einmal ein vorübergehendes Projekt als Zeichen für starke Frauen zu sehen. Beim damaligen „Walk of Fem“ wurden nach dem Vorbild des „Walk of fame“ in Hollywood Sterne zur Würdigung verdienter Linzerinnen aufgesprüht. Außerdem im Donaupark zu sehen waren Kunstinstallationen, etwa eine überdimensionale Schere, die die Einkommensungerechtigkeit symbolisiert hat. „In Anlehnung an diese gelungene Initiative setzen wir uns dafür ein, dass ein dauerhaftes Projekt im öffentlichen Raum entwickelt wird, um auf den Spuren des ‚Walk of Fem’ Linzer Frauen und ihre Errungenschaften sichtbar zu machen“, informiert Roschger.


Mit dem Gemeinderatsantrag wollen die Grünen Linz auch einen Beitrag zu mehr Geschlechtergerechtigkeit leisten. Gerade unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen ist es wichtig, die nach wie vor bestehende Ungleichbehandlung von Männern und Frauen aufzuzeigen und einen breiten Diskurs anzufachen. „Dass hier nach wie vor Handlungsbedarf herrscht, zeigt sich an viel zu vielen Beispielen – angefangen bei der Verteilung der Einkommen bis hin zur Repräsentanz in Führungspositionen“, erinnert Roschger. 


Ein konkretes Projekt möchte Frauenstadträtin Eva Schobesberger gemeinsam mit Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer, dem städtischen Frauenbüro und der LinzKultur entwickeln. „Ich wünsche mir, dass der Antrag im Gemeinderat eine breite Mehrheit erhält. Gerade bei frauenpolitischen Initiativen ist es wichtig, wenn sie viel Rückenwind bekommen“, so Schobesberger.


25.01.2018

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