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am 22. Oktober

Donauparkstadion: Pläne müssen auf den Tisch und in die städtischen Gremien – Höhe der Kosten und Aufteilung der Finanzierung sofort klären

Eva Schobesberger - Auch wenn seit gestern bekannt ist, wie das künftige Donauparkstadion aussehen soll, bleiben viele Fragen offen. Insbesondere was die Höhe der Kosten und die Finanzierung betrifft, herrscht Unklarheit. Wie viel kostet der Bau des Stadions wirklich? Wer kommt dafür auf? Wer kommt für den Bau des geplanten Möbellagers auf?

Vom Gemeinderat beschlossen sind derzeit jedenfalls nur Kosten für Planung und Ausschreibung in Höhe von einer Million Euro. Dass diese Summe nicht reichen wird, liegt auf der Hand. Deshalb müssen die Pläne umgehend in den zuständigen städtischen Gremien präsentiert und diskutiert werden​​​. 

War ursprünglich von 9 Millionen Euro für den Stadionbau ausgegangen worden, werden medial nun zwischen 12 und 15 Millionen Euro kolportiert. Sogar von einer Summe in Höhe von 25 Millionen Euro war in den vergangenen Tagen zu lesen. Wenn das Stadion nun deutlich teurer wird, was bedeutet das für die Aufteilung der Kosten?

 Schließlich war bisher vereinbart, dass die Kosten zwischen dem Verein, der städtischen Immobiliengesellschaft (ILG) und dem Land Oberösterreich gedrittelt werden sollen, wobei das Land maximal drei Millionen Euro übernimmt. Dass dieser Betrag nicht erhöht wird, hat gestern Wirtschaftslandesrat Achleitner deutlich gemacht. Wer kommt nun also für die übrigen Millionen auf? Wie kann sich der Verein das leisten? Woher soll die ILG das Geld nehmen? Alle diese Fragen müssen dringend geklärt und die Fakten transparent auf den Tisch gelegt werden, damit sich die zuständigen städtischen Gremien damit befassen können.

Unklarheit rund um Möbellager

Völlig unklar ist zudem, wie die Abgrenzung zu dem unter dem Stadion geplanten Möbellager erfolgen soll. Eigentümerin des Grundstückes ist ja die städtische ILG KG. Dementsprechend ging der geltende Gemeinderatsbeschluss davon aus, dass die Errichtung des Stadions auch von der städtischen Immobiliengesellschaft getragen wird. Wenn jetzt unter dem Stadion ein Möbellager sein soll, muss noch einiges geklärt werden. Wem soll das Grundstück gehören? Wer baut für wen mit wessen Geld? Da braucht es Transparenz und eine klare Abgrenzung. Es wird wohl niemand ernsthaft wollen, dass eine städtische Gesellschaft für einen privaten Konzern eine Halle baut und finanziert.   

Foto: Atelier Mauch


Hier ein Auszug des Gemeinderatsantrages vom 5.12.2019, bei dem unter anderem die 1 Million Euro für die Planung und Ausschreibung beschlossen worden ist.


2.         Planungs- und Ausschreibungskosten für neues Donauparkstadion

Als Heimstadion für den FC Blau Weiß Linz spätestens ab der Saison 2023/2024 soll am Areal des bereits bestehenden „Donauparkstadions“ (das derzeit nicht für Spiele der bei-den höchsten österreichischen Fußball-Spielklassen geeignet ist) ein kleines bundesligataugliches neues Stadion errichtet werden. Eigentümerin des entsprechenden Grund-stücks ist die ILG KG. Sie soll auch die Kosten der Errichtung tragen, wobei ein Beitrag von einem Drittel der Errichtungskosten, maximal jedoch 3 Mio. EUR, durch das Land Oberösterreich fix zugesagt wurdeund auch der Verein selbst ein Drittel der Errichtungs-kosten finanzieren soll. Für die Planungen fallen bereits jetzt Kosten an, die naturgemäß nicht im Wirtschaftsplan der ILG KG berücksichtigt sind. 

 Die Planungskosten sowie die Kosten für die Vorbereitung und Durchführung der Aus-schreibungen für das neue Donauparkstadion in den Jahren 2019 und 2020 werden sich insgesamt auf voraussichtlich bis zu 1.000.000 EURbelaufen und übersteigen dabei jähr-lich voraussichtlich jedenfalls die in Punkt 7.3 lit m des ILG KG-Gesellschaftsvertrags ge-nannten Wertgrenzen (Überschreitung des für das Wirtschaftsjahr genehmigten Investiti-onsvolumens um mehr als 100.000 EUR im Einzelfall und um mehr als 300.000 EUR ins-gesamt). Hierdurch wird gesellschaftsintern eine Zustimmung der ILG-Gesellschafter er-forderlich. Im Sinne der Rückkoppelung an die Willensbildung städtischer Organe nach Punkt 2.b des Gemeinderatsbeschlusses vom 16.12.2004 ist daher eine entsprechende Beschlussfassung des Gemeinderates erforderlich.



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