Bezirkegruene.at
Navigation:
am 17. Mai

Sperre des Linzer Online-Archives wäre ein Rückfall ins analoge Zeitalter und einer digitalen Stadt unwürdig

Helge Langer - Mit Hilfe des Internet Auskünfte zu erhalten, ist heutzutage für die meisten von uns selbstverständlich. Dennoch plant die Stadt Linz laut Medienberichten den Zugang zu Informationen auf ihrer Website zu beschneiden. Konkret soll das Online-Archiv gesperrt werden. Diese Pläne sind ein Rückfall in das analoge Zeitalter und einer digitalen, innovativen Stadt unwürdig.

Begründet wird der Schritt, das Archiv den BürgerInnen nicht mehr zugänglich zu machen, damit, dass ein neuer Internetauftritt gestaltet werden soll und eine Übertragung der gesamten Daten viel Arbeit bedeuten würde. Statt wie bisher auf Knopfdruck die gewünschten Informationen zu erhalten, müssen Interessierte voraussichtlich ab April 2018 beim Magistrat anrufen, wenn sie zum Beispiel ältere Presseaussendungen lesen möchten. Dadurch fährt die Stadt die Transparenz zurück, erschwert den LinzerInnen den Informationszugang und verabschiedet sich vom Anspruch zur führenden Innovationsstadt aufzusteigen, obwohl hier gerade an einem entsprechenden Programm gearbeitet wird.

Zwar ist es nachvollziehbar, dass die Fülle an Veröffentlichungen der vergangenen Jahre entsprechend aufwändig in eine neue Plattform zu integrieren wären. Trotzdem lässt sich dieses Problem lösen. Eine Idee wäre, zu älteren Aussendungen mit einem Link zu verweisen und diese auf einer separaten Seite zur Verfügung zu stellen. So wird das zum Beispiel auch bei der Auflistung der Gemeinderatsprotokolle gehandhabt. Deshalb ist Bürgermeister Klaus Luger als zuständiger Referent aufgefordert, den Plänen Einhalt zu gebieten und sich für zeitgemäße Lösungen einzusetzen. Ansonsten macht sich der Stadtchef mit seinen Ankündigungen, Linz innovativer gestalten zu wollen, unglaubwürdig. 

Jetzt spenden!