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am 14. März

NSDAP-Mitgliedschaft von Dinghofer bewiesen: 
Grüne fordern umgehende Reaktion der Stadt

Helge Langer - Franz Dinghofer war nicht nur deutschnationaler Politiker, sondern auch Mitglied der NSDAP. Das beweist eine Recherche des Mauthausen Komitees. Nachdem in Linz eine Straße nach Dinghofer benannt ist, erwarte ich mir vom Bürgermeister, dass er die Anbringung von Zusatztafeln bei den Straßenschildern veranlasst, die über Dinghofers NS-Vergangenheit aufklären.

Außerdem braucht es eine Diskussion über eine Umbenennung der Straße. Die Würdigung von Menschen, die das NS-Regime unterstützt haben, hat in Linz keinen Platz. Der ehemalige Linzer Bürgermeister Dinghofer hat nicht nur offen antisemitische Inhalte vertreten, er hatte auch eine Mitgliedskarte der NSDAP. Das hat eine Anfrage des Mauthausen Komitees beim deutschen Bundesarchiv in Berlin ergeben. Auch, wenn das rechte Lager immer versucht, Dinghofer als gemäßigten Mann der Mitte darzustellen – dank dem Engagement des Mauthausen Komitees und dem Antifa-Netzwerk liegt jetzt die Wahrheit auf dem Tisch, dass der ehemalige Linzer Bürgermeister ein Verbrecherregime unterstützt hat. 

Die Verklärung eines überzeugten Antisemiten und Nationalsozialisten ist für Gegner des Faschismus unerträglich. Deshalb muss die Stadt ein klares Zeichen setzen und die Straßenschilder in der Dinghoferstraße umgehend um die Information ergänzen, dass Dinghofer NSDAP-Mitglied war. Mehr als angebracht ist dazu auch eine Diskussion über eine Umbenennung der Straße. Persönlichkeiten, die eine solche Auszeichnung tatsächlich verdienen würden, gibt es jedenfalls genug.​​​

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