Bezirkegruene.at
Navigation:
am 12. November 2018

Mehr als 2000 Menschen unterstützen überparteiliche Plattform für Stolpersteine in Linz

Helge Langer - Unterstützungserklärungen im Stundentakt, dutzende Anfragen für eine Mitgliedschaft im Personenkomitee: Die von den Grünen initiierte überparteiliche Plattform für Stolpersteine in Linz übertrifft alle Erwartungen. Mittlerweile unterstützen bereits mehr als 2000 Personen das Anliegen.

Dass bereits wenige Tage nach dem Start so viele Menschen das Anliegen unterstützen, zeigt, wie breit getragen der Wunsch nach einem dauerhaften Gedenkprojekt für die Opfer des NS-Regimes im öffentlichen Raum ist​​. Wer sich informieren und Teil der Initiative werden möchte, hat auf der Website www.stolpersteine-linz.at die Möglichkeit dazu. 

Egal, ob mit der Übernahme einer Patenschaft für einen Stolperstein oder als Mitglied des Personenkomitees – Möglichkeiten, die Plattform zu unterstützen, gibt es verschiedene. Zusätzlich zu den mehr als 2000 UnterstützerInnen sind bislang mehr als 50 Projekt-BefürworterInnen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen dem Personenkomitee beigetreten. Darunter finden sich auch viele bekannte Namen, etwa die renommierten HistorikerInnen Oliver Rathkolb und Gabriella Hauch, Schauspieler Günter Tolar, Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus sowie Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitees Österreich und die ehemalige Nationalratsabgeordnete Sonja Ablinger Ich bin optimistisch, dass sich in den kommenden Tagen und Wochen noch zahlreiche weitere UnterstützerInnen an der Initiative beteiligen und den Wunsch nach Stolpersteinen noch mehr in die Breite tragen.

Bleibendes Gedenken als Gebot der Stunde 

Unterstützt wird dieses Bestreben auch von der Israelitischen Kultusgemeinde Linz und der israelischen Botschafterin. Gerade im heurigen mehrfachen Gedenkjahr sehen wir es als Gebot der Stunde, ein bleibendes, individualisiertes Gedenken an die Opfer des Holocausts im öffentlichen Raum zu starten. Zwar ist unbestritten, dass die Stadt Linz in der Vergangenheit einen großen Beitrag zur Aufarbeitung ihrer Vergangenheit geleistet hat. Ein dauerhaftes Projekt, das die Schicksale der Menschen thematisiert, die während der NS-Herrschaft ihr Leben gelassen haben, gibt es bis heute jedoch nicht. Die Verantwortung für die organisatorische Abwicklung der Umsetzung sehen wir aber weiterhin bei der Stadt Linz. Wir sind bereit unseren Beitrag zu leisten. Die Stadt muss das aber auch.



Jetzt spenden!