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am 2. Februar

Kepler Universität schlägt Brücke für die Verharmlosung von Rechts­extremismus in unserer Gesellschaft

Helge Langer, Sophia Hochedlinger - Während der „Akademikerball“ in Wien als rechtsextremes Vernetzungstreffen erkannt und benannt wird, ist das Linzer Pendant – der Burschenbundball - gesellschaftlich anerkannt. Diese breite Akzeptanz birgt viele Gefahren. Schließlich ist die Veranstaltung eines der wichtigsten Vernetzungstreffen für rechtsextreme Burschenschaften wie die Arminia Czernowitz, die den Ball auch veranstaltet.

Kein Ehrenschutz für Rechtsextreme


Für ihre hervorragende zeitgeschichtliche Lehre und Forschung ist die JKU seit langem bekannt. Umso unverständlicher ist, dass das Rektorat der Arminia Czernowitz, die sogar innerhalb der Burschenschaften weit rechts außen steht, der Einladung zum Ehrenschutz keine klare Absage erteilt. Durch die Billigung des Burschenbundballes verharmlost Rektor Meinhard Lukas die Gefahr, die von deutsch-völkischen und rechtsextremen Organisationen ausgeht und konterkariert die Bemühungen der JKU, eine seriöse und präzise Geschichtsaufarbeitung zu betreiben. Organisationen auf die Bühne zu bitten, die Teile der Geschichte verharmlosen und neu schreiben möchten, kann jedoch nicht der richtige Weg sein.

Besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang auch die Verbindung und der Einfluss dieser Burschenschaft in die Linzer Stadtpolitik. Ein Viertel der Linzer Stadtregierung, konkret die beiden Vertreter der FPÖ, machen Mitglieder dieser rechts-außen-Verbindung aus. Zudem pflegt die Burschenschaft und somit auch die FPÖ Linz Verbindungen zu rechtsextremistischen Organisationen wie der „Identitären Bewegung“, die unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes steht. So ist der Linzer FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Grabmayr - ebenfalls Burschenschafter bei der Arminia Czernowitz - Mitglied des Trägervereines der „Villa Hagen“ am Pöstlingberg, die als Hotspot der rechtsextremen Szene gilt. Dort hat nicht nur die Arminia Czernowitz, sondern auch seit kurzem die „Identitäre Bewegung Oberösterreich“ ihren Sitz.

Demonstration vom Bündnis Linz gegen Rechts am 4. Februar

Angesichts des Vernetzungstreffens der Burschenschafter ist es von großer Wichtigkeit, dass alle Menschen, denen die Grundwerte unserer Demokratie am Herzen liegen, nicht müde werden, ein friedliches aber bestimmtes Zeichen gegen rechte Ideologien und Veranstaltungen wie den Burschenbundball zu setzen. Deshalb veranstaltet das Bündnis „Linz gegen Rechts“ eine Demonstration. Treffpunkt ist um 16.15 Uhr vor dem Musiktheater. 

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