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am 29. Oktober

Grüne initiieren Plattform für Stolpersteine als dauerhaftes Gedenkprojekt

Helge Langer - Wie groß der Wunsch nach einem dauerhaften Erinnerungsprojekt im öffentlichen Raum für die Opfer des NS-Regimes in Linz ist, zeigen die zahlreichen Reaktionen der vergangenen Tage. Nachdem die SPÖ den Gemeinderatsantrag der Grünen für ein entsprechendes Projekt zu Fall gebracht hat, initiieren wir jetzt eine Plattform, die sich für die Umsetzung von Stolpersteinen einsetzt.

Geplant ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Menschen, die sich mit ihrem Namen oder auch finanziell dafür einsetzen, ein dauerhaftes Gedenken in unserer Stadt zu verwirklichen​​. Daher bieten die Grünen Linz eine Plattform an, auf der sich alle BefürworterInnen dafür einsetzen können, dass auch unsere Stadt Teil des Stolperstein-Netzwerks wird, dem bereits viele Städte und Gemeinden in Österreich – darunter Braunau und Wels – angehören. In Anlehnung an das Modell in Salzburg sind die Mitglieder der Initiative bereit, Teil eines Personenkomitees zu sein oder mit einem finanziellen Beitrag eine Patenschaft für einen Stolperstein zu übernehmen. Interessierte können sich unter info@stolpersteine-linz.at melden.

Wir sind optimistisch, dass wir für unser Vorhaben eine breite Unterstützung finden, erste Interessierte haben sich bereits gemeldet. Die Verantwortung für die organisatorische Abwicklung der Umsetzung sehen wir aber weiterhin bei der Stadt Linz. Wir sind bereit unseren Beitrag zu leisten. Die Stadt muss das aber auch​. 

Aufarbeitung der NS-Vergangenheit: Dauerhaftes Projekt fehlt bis heute 

Unbestritten ist, dass die Stadt Linz in den vergangenen Jahrzehnten einen großen Beitrag zur Aufarbeitung ihrer Geschichte und der NS-Vergangenheit geleistet hat. Ein dauerhaftes Projekt, das die Schicksale der Menschen thematisiert, die während der NS-Herrschaft ihr Leben gelassen haben, gibt es bis heute jedoch nicht. Gerade im heurigen mehrfachen Gedenkjahr sehen wir es als Gebot der Stunde, ein bleibendes, individualisiertes Gedenken an die Opfer des Holocausts im öffentlichen Raum zu starten. Schritte in diese Richtung wünschen sich auch die Israelitische Kultusgemeinde und die israelische Botschafterin, sowie zahlreiche weitere Organisationen und Personen.  ​​

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