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am 27. September

Grüne Initiative umgesetzt: Linz hat europaweit erstes Mahnmal für aktive Gewaltfreiheit

Ursula Roschger - Es ist weiß, rund, hat zwei Sitzgelegenheiten und ist vor dem Neuen Rathaus zu sehen: Die Rede ist vom kürzlich errichteten, europaweit ersten Mahnmal für aktive Gewaltfreiheit. Die Idee hinter dem Projekt ist es, ein sichtbares Zeichen für eine konstruktive, gewaltfreie Konfliktkultur zu setzen und gleichzeitig Kunst im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

Besonders heute ist dieses Gedenken als Signal an ein gewaltfreies Miteinander sowie als Zeichen gegen Ausgrenzung und für Solidarität wichtiger denn je. Darum freuen wir uns, dass unsere Initiative umgesetzt worden ist.  

Für die Umsetzung hat sich die Friedensstadt Linz​ eingesetzt, für die Gestaltung des Denkmals zeichnet der Linzer Künstler Karl-Heinz Klopf verantwortlich. Die runde Plattform mit einem Durchmesser von drei Metern stellt einen Aktionsraum dar und symbolisiert ein Verhandlungsfeld. Die beiden Sockel, die auf der Plattform angebracht sind, stehen für die unterschiedlichen Positionen der GesprächspartnerInnen. Verdeutlicht werden soll damit die Wichtigkeit, trotz verschiedener Ansichten und Argumente aufeinander zuzugehen und den Dialog zu suchen.

Seinen Anfang genommen hat die Idee des Mahnmales im September 2012. Damals haben wir einen Gemeinderatsantrag für ein Denkmal für DeserteurInnen des Zweiten Weltkrieges gestellt. Dafür gab es zwar keine politische Mehrheit. Nach konstruktiven Verhandlungen konnte jedoch vereinbart werden, ein Mahnmal für aktive Gewaltfreiheit zu errichten. Für die Umsetzung hat eine siebenköpfige Jury aus Kunst und Wissenschaft fünf KünstlerInnen mit Oberösterreich-Bezug eingeladen und schließlich den Entwurf von Karl-Heinz Klopf ausgewählt.     

 


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