Bezirke
Wels LandVoecklabruckUrfahr UmgebungSteyr LandSchärdingRohrbackRiedPergLinz LandKirchdorfGrieskirchenGmundenFreistadtEferdingBraunauWelsSteyrLinzX Schliessen
gruene.at
Navigation:
Gabriele-Heidecker-Preis

Gabriele-Heidecker-Preis

Frauen-Kunstpreis der Grünen Linz in Erinnerung an die Linzer Architektin und Künstlerin Gabriele Heidecker.

Gewinnerinnen des Gabriele-Heidecker-Preises 2021

Frauen-Kunstpreis der Grünen Linz in Erinnerung an die Linzer Architektin und Künstlerin Gabriele Heidecker. Im Rahmen der Jurysitzung am 16. April wurde von den Jurorinnen - der Abgeordneten zum Nationalrat Eva …

Video auf Youtube

AUSSTELLUNG GABRIELE-HEIDECKER-PREIS 2021
dichtegeschichte in 18 Räumen - Miriam Bajtala
Untitled (Fußfälle) - Beate Ronacher


FR, 25. JUNI – Fr, 9. JULI 2021
AFO - ARCHITEKTURFORUM OBERÖSTERREICH, HERBERT-BAYER-PLATZ 1, LINZ
Di–Fr 15.00–19.00 Uhr sowie an den Samstagen, 26. Juni und 3. Juli, 15.00–18.00 Uhr​

In Erinnerung an die Linzer Architektin und Künstlerin Gabriele Heidecker vergeben die Grünen Linz an herausragende Künstlerinnen und Künstlerinnenkollektive mit Linz-Bezug den Gabriele-Heidecker-Preis. Der Frauen-Kunstpreis der Grünen Linz wird biennal vergeben, ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von Eva Schobesberger​ gestiftet.

Der Gabriele-Heidecker-Preis ist ein Frauen-Kunstpreis, der jene Künstlerinnen auszeichnen und fördern soll, deren Arbeiten durch ihre Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum, durch ihre gesellschaftspolitische Relevanz, durch partizipative und kommunikative Aspekte sowie durch ihre frauenpolitische und feministische Ausrichtung mit der Intention von Gabriele Heideckers Wirken korrespondieren. Ausgezeichnet werden Künstlerinnen bzw. Künstlerinnenkollektive mit Linz-Bezug sowohl für ein bereits realisiertes Projekt oder für laufende künstlerische und kulturelle Arbeiten.
​Dieses Jahr geht die Auszeichnung an zwei Künstlerinnen: 

Miriam Bajtala mit ihrer Einreichung „dichtegeschichte in 18 Räumen“ sowie Beate Ronacher für ihr Projekt „Untitled (Fußfälle)“ dürfen sich über den Gabriele-Heidecker-Preis 2021 freuen. Die beiden Künstlerinnen teilen sich das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro.​ Die prämierten Werke sind werden bis 9. Juli im afo - architekturforum oö präsentiert.

Infos unter: afo.at/ausstellungen​​

GEWINNERINNEN 2021

Im Rahmen der Jurysitzung am 16. April wurde von den Jurorinnen - der Abgeordneten zum Nationalrat Eva Blimlinger, der Künstlerin und Gabriele Heidecker Preisträgerin 2013 Margit Greinöcker, der queeren Aktivistin und Performancetheoretikerin Marty Huber, der Künstlerin Eva Schlegel sowie als beratendes Mitglied die Preisstifterin Eva Schobesberger – die Gewinnerinnen mit einstimmigem Beschluss ermittelt. 

Die hohe Zahl der qualitätsvollen Einreichungen - seien es Nominierungen von Dritten, abgeschlossene Arbeiten oder auch erst umzusetzende Projekte – mit unterschiedlichen künstlerischen Zugängen zeigt die Notwendigkeit von Preisen und insbesondere auch Förderung von Künstlerinnen.​

​Der Gabriele Heidecker Preis 2021 wird dieses Jahr an Miriam Bajtala für „dichtegeschichte in 18 Räumen“ und Beate Ronacher für die künstlerische Performance „Untitled (Fußfälle)“ zu gleichen Teilen vergeben.​



​dichtegeschichte in 18 Räumen

Miriam Bajtala
25. Juni - 7. Juli, afo – architekturforum oö 

In der Ausstellung unterzieht Miriam Bajtala ihre eigene Vergangenheit einem experimentellen Akt der Vergegenwärtigung und Aktualisierung. Ausgangspunkt sind Rekonstruktionen der Grundrisse der Wohnungen, in denen die Künstlerin gelebt hat – ein räumlicher Lebenslauf. Anhand dieser grafischen Vorlagen erstellte sie zu jeder Wohnung, verknappt auf das Wesentliche, 18 Textminiaturen, in denen einerseits unterschiedliche soziologische Fragen zu sozialer Herkunft, Arbeitermilieu, Migration aufgeworfen werden und andererseits dissoziative Risse hinsichtlich Scham, Wut und anderen Gefühlen entstehen. Das Geschriebene endet dort, wo ihr Künstlerinnendasein beginnt. 

Aus dieser künstlerischen Praxis heraus entwirft Bajtala unterschiedliche Konzepte für Bildfindungen – Möglichkeitsräume werden sichtbar: da ist eine großformatige, über 12 Rahmen fragmentierte Zeichnung, die in bunten Farben und Flächen abstrahiert Teile der Raumgrundrisse als sich überlagernde und parallel verlaufende Schichtungen im Maßstab 1:1 wiedergibt. Die Räume, welche die Künstlerin zeitlich aufeinander folgend bewohnt hat, greifen hier strukturell ineinander und setzen sich somit bildlich zueinander in Beziehung. Eine zweite Zeichnung wiederum zeigt das Bild eines Mädchens, das eine Kutschenfahrt spielt – alles, was es dazu benötigt, ist ihre Imagination. In einem weiteren Schritt verknüpft Bajtala den Ausstellungsraum mit dem anschließenden öffentlichen Raum. Textauszüge auf Plakatständern gewähren den Passant*innen unvermittelt Einblicke in eine ihnen unbekannte Erinnerung. 

»Die eigenen vier Wände« bilden einen Lebens-Raum, der für eine bestimmte Zeit zum Wohnort und zu einem Speicher für Erinnerungen wird – Erinnerungen an den Raum selbst, vor allem aber an das eigene Verhältnis zu diesem temporären Raum-Zeit-Kontinuum. Das Projekt dichtegeschichte stellt weniger die Veröffentlichung einer Biographie in den Vordergrund, sondern vielmehr die Tatsache, Autorin der eigenen Geschichte zu sein. 

Bajtalas Assoziationsräume werden in Form von Zeichnung und Text zu Achsen eines Reflexionsfeldes, das dazu anregt, die eigenen dichten Geschichten zwischen Jetzt und erinnertem Jetzt  nachzuziehen. Eine künstlerische Anleitung zur Selbstermächtigung.


Miriam Bajtala, lebt und arbeitet in Wien, Studium an der Universität Wien und an der Akademie der bildenden Künste Wien; seit 2007 Lehrtätigkeit und Workshops zu Video-, Videoinstallation und Performance, zahlreiche Stipendien, Auszeichnungen, Gruppen- und Einzelausstellungen. ​​​

WWW.MIRIAMBAJTALA.ORG

​​



Untitled (Fußfälle)

Beate Ronacher
25. Juni - 7. Juli, afo – architekturforum oö


Unangekündigte Performances im öffentlichen Raum vor Galerien, Eröffnungen, Kunstmessen (auf Gehsteigen, Treppenaufgängen etc.), liegend unter einer Malerei oder Skulptur begraben. Beginn der Serie im September 2020, soll auf unbestimmte Zeit fortgeführt werden.

Ein- und Ausschlussprinzipien, Durchlässigkeit und Undurchlässigkeit von Kunstinstitutionen, Erfolg und Scheitern, Innen und Außen. Eine in sich geschlossene, auch ausschließende Kunstwelt - das Innere - aufbrechen und in die Öffentlichkeit - nach Außen - tragen, für jede/n Passanten/in sichtbar.

Performance spielt auf Passion an (Jesus fällt unter dem Kreuz). Titel der Performance bezieht sich auf die sogenannten 7 Fußfälle - eine frühe Form des Passionsweges. Während hier die Pilger dem Gekreuzigten zu Füßen fallen, stellt sich bei meinen Performances die Frage, ob die Gefallene selbst jemandem zu Füßen liegt oder nicht doch umgekehrt durch ihre Geste des Fallens eben dieses zu Kreuze kriechen, sich unterwerfen in Frage gestellt wird.

Das Weibliche (mit dem Weiblichen konnotierte Färbung der Bilder und Materialien), Malereien als abstrahierte (weibliche) Körper, zusammengesetzt aus rechteckigen Elementen, in Kreuzform. Sich hingeben, exponieren, den weiblichen Körper ausstellen/zur Schau stellen. Mein Körper als Projektionsfläche des Weiblichen, der Künstlerin, der Vernissagebesucherin, als Display meiner Arbeiten. Verschiedene Kostüme und Elemente - Sneaker und Rucksack, Stöckelschuhe und Rollkoffer, Malerei, Skulptur aus Dämmplatten etc. - die jeweils unterschiedliche Assoziationen hervorrufen. Themen meiner performativen Arbeiten insgesamt sind die Inszenierung und Verortung des Selbst als Künstlerin, das Spiel mit Begriffen von Kunst und Arbeit, die Infragestellung tradierter Bilder des (künstlerischen) Genies, der Künstler / die Künstlerin als Subjekt, als Handwerker/in (vgl. Performance “Bohrung”), als Werkschaffende/r, als Projektionsfläche, als Intellektuelle/r, als Dandy, als Ausgebeutete/r, als Arbeiter/in (vgl. Performances “Das stille Vergnügen”, “Mist”), als “eine/r von uns” (vgl. “Hausarbeit”), als Gescheiterte/r.

Beate Ronacher, lebt und arbeitet in Hallein, studiert an der an der Kunstuniversität Linz Klasse für Bildhauerei, Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg, Universität Salzburg bis 2004, diverse Auslandsaufenthalte in den Niederlanden und China; Produktionsleiterin, Autorin und Redakteurin, seit 2010 künstlerische Arbeiten mit Performance, Installationen, Objekten Sprache, Foto, Video und Sound.





 

Wir brauchen Dich! - Jetzt Mitglied werden!