Bezirkegruene.at
Navigation:

Pläne für Autobahnschneise durch Ebelsberg endgültig begraben!

Obwohl die Luftwerte in Linz weiterhin über den Grenzwerten liegen, treibt das Land die Pläne für eine Autobahnschneise durch Ebelsberg voran. „Nach heutiger Zeitungslektüre freue ich mich, dass nun offenbar auch Bürgermeister Luger die Sichtweise vertritt, dass eine Ostautobahn entlang der geplanten Trasse ein Schaden für die Stadt sein würde. Sollte es ihm mit der Ankündigung dagegen auf die Straße zu gehen ernst sein, halten wir gerne ein Protestschild für ihn bereit“, kündigt Umweltstadträtin Eva Schobesberger an.

Während der Ausbau des öffentlichen Verkehrs nach wie vor auf dem Abstellgleis steht, soll ein Steinzeit-Autobahnprojekt nach dem anderen verwirklicht werden. „Durch die Ostautobahn wird nicht nur die Lebensqualität vieler BewohnerInnen im Linzer Süden, sondern die Gesundheit von uns allen gefährdet“, fordert Schobesberger, die Pläne für die Autobahnschneise endlich zu begraben. Dass der Autoverkehr Hauptverursacher für die Stickstoffdioxid-Belastung in der Luft ist, ist unbestritten. Doch statt entsprechende Schritte zu setzen, um den Menschen attraktive und gut ausgebaute Alternativen zum Pkw anzubieten, soll nun eine weitere sogenannte Umfahrungsstraße entstehen, die nichts Anderes als eine Autobahn mitten durch die Stadt ist. Gleichzeitig werden mit der geplanten Trasse mitten durch Ebelsberg wichtige Natur- und Naherholungsgebiete wie der Schiltenbergwald zerstört. „Die Nachteile für Mensch und Natur sind enorm. Daher ist auch eine untertunnelte Trassenführung keine Variante, die in Frage kommt“, ist Schobesberger überzeugt. 

Die Bemühungen, die Linzer Luft zu verbessern und somit teuren Strafzahlungen durch die EU zu entgehen, werden durch Vorhaben wie den Bau einer Ostautobahn jedenfalls mehr als nur konterkariert. „Nur, wenn der Ausbau des öffentlichen Verkehrs jetzt endlich angegangen wird, können wir sicherstellen, dass die Luft zum Atmen nicht noch dicker wird und eine entsprechende Lebensqualität auch künftig gewährleistet ist“, ist Schobesberger überzeugt.

08.02.2019


Jetzt spenden!