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Niemals vergessen! Linz bekommt dauerhaftes Gedenkprojekt im öf­fent­lichen Raum für NS-Opfer

Eine langjährige Forderung der Grünen Linz wird Realität: Soeben hat der Gemeinderat einstimmig ein individualisiertes Gedenkprojekt im öffentlichen Raum zur Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes beschlossen. „Nach den vielen, großteils unnötigen Diskussionen in den vergangenen Monaten, ist es besonders erfreulich, dass die Stadt Linz die Bemühungen fortsetzt, um ihre nationalsozialistische Vergangenheit aufzuarbeiten. Das ist auch ein Verdienst der zahlreichen BürgerInnen, die sich für eine aktive Erinnerungskultur einsetzen“, ist Helge Langer, Gemeinderat der Grünen Linz, überzeugt.

​In vielen anderen Städten und Gemeinden wird schon lange durch Projekte im öffentlichen Raum an die Menschen gedacht, die durch das NS-Regime ihr Leben gelassen haben. Mit dem heutigen Gemeinderatsbeschluss wird auch in Linz ein entsprechendes Vorhaben auf Schiene gebracht. Konkret soll ein nationaler geladener Wettbewerb ausgeschrieben werden. Geplant ist, dass eine Jury – der unter anderem die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Herman, angehört – unter den eingereichten Vorschlägen ein Projekt auswählt, das verwirklicht werden soll. „Wenn die Stadt die Schreckenstaten während der NS-Herrschaft im öffentlichen Raum dauerhaft sichtbar macht, leistet sie einen entscheidenden Beitrag, dass die Gräueltaten und die Opfer nicht in Vergessenheit geraten“, betont Langer. 

Somit finden die Diskussionen der vergangenen Monate nun doch ein positives Ende. Zur Erinnerung: Die Grünen Linz haben vergangenen Oktober ein dauerhaftes, individualisiertes Gedenkprojekt im öffentlichen Raum gefordert. Aus völlig unverständlichen Gründen hatte die Bürgermeister-Partei dem Vorschlag ihre Zustimmung damals verwehrt und sogar eine Diskussion im Kulturausschuss abgelehnt. Daraufhin haben die Grünen die überparteiliche Plattform http://www.stolpersteine-linz.at/ins Leben gerufen, die mittlerweile rund 2360 Personen unterstützen. „Dass nun auch der Bürgermeister die Wichtigkeit einer gelebten Erinnerungskultur erkannt hat, ist erfreulich. Er hätte der Stadt das monatelange Gezerre um ein Gedenkprojekt aber ersparen können“, sagt Langer abschließend.  

24.01.2019


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