Welche Öffis fahren bei den nächsten Haltestellen weg? Wie lange muss ich auf den nächsten Bus oder die nächste Straßenbahn warten? Diese wesentlichen Informationen sollen den Fahrgäst:innen der Linz Linien künftig bequem auf den Bildschirmen in den Garnituren angezeigt werden. Dafür hat sich der Gemeinderat auf Initiative der Grünen einstimmig ausgesprochen. „Durch das Schließen dieser Informationslücke können Umsteigezeiten verkürzt und der Komfort für die Menschen deutlich verbessert werden. Nach dem klaren Votum des Gemeinderates gehe ich davon aus, dass die Umsetzung rasch in Angriff genommen wird“, informiert Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz.
Während in vielen Städten, darunter Hamburg, Berlin, München, Stuttgart und Wien Informationen über die Umsteigemöglichkeiten bei den Haltestellen bereits in den Öffis angezeigt werden, heißt es für die Benutzer:innen der Verkehrsmittel der Linz Linien darauf nach wie vor bitte warten. „Dabei sollten die technischen Gegebenheiten dafür längst vorhanden sein. Schließlich verfügen die Linz Linien über ein elektronisches Betriebsleitsystem, das Fahrzeugstandorte in Echtzeit erfasst und Anschlussverbindungen disponiert“, erläutert Langer. Die Vorteile, diese Informationen in den Garnituren anzuzeigen, liegen jedenfalls klar auf der Hand. So haben Simulationen vom Austrian Institute of Technology ergeben, dass sich der Fahrgastwechsel in öffentlichen Verkehrsmittel zu Stoßzeiten durch dynamisch dargestellte Umsteigeinformationen um bis zu 15 Prozent beschleunigen lässt.
Um dieses Potential zu heben und den Passagier:innen einen besseren Überblick zu verschaffen, ist der Verkehrsreferent nach dem einstimmigen Gemeinderatsvotum gefordert, gemeinsam mit den Linz Linien, dem OÖ Verkehrsverbund sowie den zuständigen Dienststellen des Magistrats ein entsprechendes Umsetzungskonzept vorzulegen, damit die Onboard-Screens künftig nicht nur die nächsten Haltestellen anzeigen, sondern auch die bis dato fehlenden Umsteigeinformationen inklusive Anschlussverbindungen in Echtzeit. Berücksichtigt werden sollen dabei auch verbundübergreifende Angebote, wie Regionalbusse oder S-Bahn-Linien. „In Zeiten der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung sollte dieser Service auch in unserer Stadt rasch in die Straßenbahnen und Busse Einzug halten“, betont Langer.