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Mittwoch, 3. Dezember 2025

STOP-Schilder an 26 Standorten setzen klares Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen

Schilder weisen auf Notrufnummern hin, die rund um die Uhr erreichbar sind

Eine Kooperation vom Frauenressort sowie Stadtgrün und Straßenbetreuung im Magistrat Linz macht es möglich: Im Rahmen der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen“ werden 48 STOP-Schilder dauerhaft installiert. Damit werden Telefonnummern für Hilfesuchende im öffentlichen Raum sichtbar gemacht: Die Frauenhelpline (0800 222 555), die Krisenhilfe (0732 2177), der Männernotruf (0800 246 247), Polizei (133) und Rettung (144), die täglich und rund um die Uhr erreichbar sind. Darüber hinaus ist auch das Gewaltschutzzentrum (0732 60 77 60) aufgeführt.

„Männergewalt gegen Frauen geschieht das ganze Jahr und das Frauenressort engagiert sich täglich, um gegen diese Gewalt anzugehen. Schweigen schützt die Täter, daher ist es umso wichtiger, dass es einen öffentlichen, schnellen und unkomplizierten Zugang gibt zu Informationen über Anlaufstellen, die rund um die Uhr erreichbar sind“ betont Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger. 

Jede dritte Frau in Österreich ist von Gewalt betroffen. Das zieht sich ausnahmslos durch alle Gesellschaftsschichten. Laut den Autonomen österreichischen Frauenhäusern gab es zum aktuellen Zeitpunkt bereits 15 Femizide und 34 Mordversuche / Schwere Gewalt gegen Frauen. Diese Frauen wurden zum Opfer, weil sie Frauen sind. Der überwiegende Teil dieser Verbrechen geschieht in häuslichem Umfeld von nahen Verwandten – also einem Umfeld und von Menschen, wo Frauen sich eigentlich sicher fühlen sollten. Neben der körperlichen gibt es viele weitere Formen der Gewalt: Mobbing, Stalking, Tracking, Finanzielle Abhängigkeit die Erpressbarkeit schafft, Cyber-Gewalt, Sexualisierte Gewalt, Soziale Gewalt (z.B. Kontaktverbote) etc.

„Das eigene zu Hause ist der gefährlichste Ort für Frauen. Gewalt gegen Frauen passiert im Privaten, ist aber keineswegs eine private Angelegenheit. Sie geht uns alle an. Daher werden die Schilder in Parks, an Kinderspielplätzen und an gut frequentierten Orten aufgestellt. Das Thema muss raus aus der Privatsphäre hinein in die Öffentlichkeit. Es ist unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung entschieden gegen Gewalt gegen Frauen vorzugehen“ betont Stadträtin Eva Schobesberger.

Aktuelle Projekte und Kampagnen des Frauenressorts gegen Sexismus und Gewalt

„LUISA IST DA!“: ist eine österreichweite Präventionskampagne gegen sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Nachtleben. Ziel ist, dass sich Mädchen und Frauen bei sexueller Belästigung nicht lange erklären müssen, sondern ihnen unmittelbar und diskret Hilfe angeboten wird.

SO WHAT?! #notyourfault – Kampagne gegen K.O.-Tropfen: Im Dezember 2024 startete auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger die Awareness-Kampagne „SO WHAT?! #notyourfault“ gegen K.O.-Tropfen. Umgesetzt wird sie vom Frauenbüro der Stadt Linz in Zusammenarbeit mit dem Verein FIFTITU%. Ziel ist es, über die Gefahren von K.O.-Tropfen – einer besonders heimtückischen Form von Gewalt – aufzuklären und Betroffene zu stärken, statt sie zu beschuldigen.

Die Kampagne setzt auf auffällige Plakate und interaktive Elemente im öffentlichen Raum, die gängige Vorurteile mit der klaren Botschaft „SO WHAT?!“ entkräften und mit dem Hashtag #notyourfault verdeutlichen: Schuld sind immer die Täter, niemals die Opfer. Begleitend werden mehrsprachige Informationsmaterialien sowie Hinweise auf Hilfsangebote bereitgestellt.

Dank Unterstützung der LINZ AG ist das Kampagnensujet von 01. November bis 31. Dezember 2025 auch auf Bussen der LINZ AG Linien und auf Citylight-Werbeflächen an 20 Bus- und Straßenbahnhaltestellen der LINZ AG zu sehen.

StoP – Stadteile ohne Partnergewalt: StoP verbindet bestehende Opferschutzarbeit mit Gemeinwesenarbeit und setzt dort an, wo Gewalt stattfindet: in den Stadtteilen, in der Nachbarschaft, in den Siedlungen und Häusern. Dementsprechend wendet sich StoP auch explizit und direkt an die Zivilgesellschaft, bindet diese aktiv ein und vermittelt, was jede:r Einzelne beitragen kann.

Workshops und Aktionstage des Frauenbüros für städtische Schulen und Kindergärten

  • Wenn alles sich verändert / Freundschaft, Liebe und Sexualität / mit dem Verein PIA
  • Ungefiltert! Stark durch Selbstwert – stark gegen Bodyshaming mit PROGES
  • Mit Uns Nicht! Mit dem aFZ
  • Körper, Gefühle und Grenzen – Gewaltprävention für Sonderschulen und Integrationsklassen mit Verein senia
  • „Kein Märchen, sondern Realität – von Rollenbildern und Ungerechtigkeiten“ mit Wildwüchsig Wissenswerkstatt
  • „Spieglein, Spieglein an der Wand – über Kontrolle, Scham und Selbstwert“ mit Wildwüchsig Wissenswerkstatt

Weitere Angebote des Frauenressorts

Präventive Rechtsberatung

Seit 2012 beauftragt das Frauenbüro Linz das autonome Frauenzentrum (aFZ) mit der Durchführung von präventiven Rechtsberatungen für Frauen, in der Rechtsfragen zu Beziehung, Familie und Partnerschaft behandelt werden.

Das aFZ informiert und berät Frauen darüber hinaus bei rechtlichen Fragen, sozialen Krisen und Lebensproblemen sowie in Fällen von sexualisierter, physischer und psychischer, ökonomischer und struktureller Gewalt.

Digitale Broschüre „Ist das schon Gewalt?“

Was ist Gewalt und wo beginnt sie? Wie können Frauen erkennen, dass sie es mit beginnender Gewalt zu tun haben? Diese und viele weitere Fragen behandelt die Publikation des Wiener Vereins „FRAUEN* BERATEN FRAUEN*“. Diese Broschüre kann auf der Website des Frauenbüros kostenlos heruntergeladen werden. 

Text- und Fotoquelle: Stadt Linz

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