Sind im Jahr 2022 noch 29.500 Autos täglich durch die Rudolfstraße gefahren, waren es laut eines heutigen Medienberichtes im heurigen Oktober 17.500. Das bedeutet einen Rückgang von rund 40 Prozent. „Diese Zahlen zeigen eines: Es gibt keinen Grund mehr, den Pendler:innen-Schranken zwischen der B127 und der Oberen Donaustraße in den Morgenstunden noch länger geöffnet zu halten und damit den Ausweichverkehr durch das Wohnviertel zu ermöglichen. Landesrat Steinkellner muss seine Blockadehaltung endlich aufgeben, damit die Bewohner:innen Alt-Urfahrs nicht mehr länger unter der morgendlichen Blechkolonne zu leiden haben“, erneuert Klubobmann Helge Langer seine Forderung.
Die für das Frühjahr 2025 geplante Schließung des Schrankens an der Oberen Donaustraße für den motorisierten Individualverkehr auch während der Morgenstunden hat der für den Verkehr zuständige Vizebürgermeister Martin Hajart vergangenen November in einem städtischen Medienservice angekündigt. Dennoch hat der Durchzugsverkehr in der Früh nach wie vor freie Fahrt durch Alt-Urfahr.
„Dass der Schranken in den Morgenstunden überhaupt geöffnet wird, hat ja ursächlich mit dem hohen Verkehrsaufkommen in der Rudolfstaße zu tun. Da mittlerweile täglich rund 12.000 Autos weniger durch dieses Nadelöhr fahren, muss diese Ausweichroute für den Pendelverkehr nun endgültig der Vergangenheit angehören“, betont Langer. Daher hat er im Juni im Gemeinderat eine Resolution an das Land für die Umsetzung dieser Maßnahme gestellt, die das Stadtparlament auch beschlossen hat. Dennoch hat Landesrat Steinkellner die Willensbekundung des Linzer Gemeinderates bisher ignoriert und medial angekündigt, an der Öffnung des Schrankens in den Morgenstunden festzuhalten.
„Angesichts der nun veröffentlichten Verkehrszahlen muss eine Neubewertung der Lage erfolgen. Ich erwarte mir daher, dass auch der Linzer Mobilitätsreferent, Vizebürgermeister Hajart, bei seinem Kollegen auf Landesebene noch einmal auf die dauerhafte Schließung des Schrankens pocht. Sollte Landesrat Steinkellner dennoch bei seinem Nein bleiben, liegt es am Linzer Vizebürgermeister, eine entsprechende Lösung zum Schutz der Bewohner:innen in Alt-Urfahr umzusetzen. Auch das hat der Gemeinderat schließlich beschlossen“, erinnert Langer an seinen Antrag aus dem heurigen Juni.