Obwohl sich der Linzer Gemeinderat im Juni klar für die dauerhafte Schließung des Pendler:innenschrankens in Alt-Urfahr ausgesprochen hat, weigert sich Landesrat Steinkellner einem Medienbericht zufolge diesem Wunsch nachzukommen. „Dass in den Morgenstunden auch weiterhin auf Kosten der in dem Grätzel lebenden Menschen die Verkehrslawine durch Alt-Urfahr rollt, ist nicht einzusehen und unterstreicht, dass der FPÖ Autos wichtiger sind als Menschen“, hält Klubobmann Helge Langer fest. Er sieht nun den Linzer Verkehrsreferenten gefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die Zufahrt von der B127 zur Oberen Donaustraße dauerhaft gesperrt wird. Dafür hat sich der Gemeinderat im Juni ebenfalls ausgesprochen.
Die für das Frühjahr 2025 geplante Schließung des Schrankens an der Oberen Donaustraße für den motorisierten Individualverkehr auch während der Morgenstunden hat der für den Verkehr zuständige Vizebürgermeister Martin Hajart vergangenen November in einem städtischen Medienservice angekündigt. „Dennoch hat der Durchzugsverkehr in der Früh nach wie vor freie Fahrt durch Alt-Urfahr. Und wenn es nach dem für die Schließung des Schrankens zuständigen Land geht, wird sich daran auch nichts ändern“, fasst Langer die aktuelle Situation zusammen.
Daher haben die Grünen in ihrer Gemeinderatsinitiative als zweiten Punkt beantragt, dass sich Vizebürgermeister Hajart um eine Lösung bemüht, falls sich das Land weigert, den Schranken in den Morgenstunden zu schließen. Auch dafür hat sich das Stadtparlament mehrheitlich ausgesprochen. Lediglich ÖVP und FPÖ haben sich bei diesem Punkt enthalten.
„Dass Vizebürgermeister Hajart nochmal das Gespräch mit Landesrat Steinkellner suchen möchte, ist zwar wichtig, um die Position der Stadt deutlich zu machen. Gleichzeitig liegt es jetzt am Linzer Verkehrsreferenten, Maßnahmen zum Schutz der Bewohner:innen Alt-Urfahrs zu ergreifen. Eine Möglichkeit wäre, mit versenkbaren Pollern dem morgendlichen Durchzugsverkehr ein Ende zu bereiten“, schlägt der Grüne Klubobmann vor.