Rassistische Grölereien zu einem bekannten Partysong haben das Weihnachts-Mensafest der ÖH auf der Johannes-Kepler-Universität überschattet. „Derart ausländerfeindliche Parolen sind widerwärtig, klar zu verurteilen und haben in einer offenen Gesellschaft keinen Platz. Umso wichtiger war es, dass die ÖH rasch eingeschritten ist und den DJ angewiesen hat, das entsprechende Lied zu stoppen. Der Vorfall darf aber nicht ohne Konsequenzen bleiben. Wir erwarten uns daher, dass nun rasch entsprechende Ermittlungen aufgenommen werden“, machen Klubobmann Helge Langer sowie die Grüne Antirassismus-Sprecherin Abena Carty-Pinner unmissverständlich klar.
Kurz nach dem Vorfall in Gosau erweist sich Oberösterreich ein weiteres Mal als Sammelbecken für Grölereien rassistischer Parolen. Öffentlich gemacht hat den Vorfall auf der JKU die ÖH mittels eines Social-Media-Postings, in dem der rassistische Totalausfall einiger Partybesucher:innen in aller Deutlichkeit verurteilt wird. „Auf einem Mensafest Parolen gegen das Gemeinsame und das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu schreien, richtet sich gegen alles, wofür die JKU als internationale Universität mit 21 Prozent ausländischer Studierender steht. Dass die ÖH hier nicht zur Tagesordnung übergeht, sondern eine Aufarbeitung ankündigt und entsprechende Schritte setzen will, damit sich solche Szenen der Fremdenfeindlichkeit nicht wiederholen, ist ein klares Signal und in vollem Ausmaß zu begrüßen“, so Langer.
Für Gemeinderätin Carty-Pinner zeigt dieser Vorfall einmal mehr, wie dringend nötig zielgerichtete Sensibilisierungsmaßnahmen sind, um jeglicher Form von Rassismus entschlossen entgegenzutreten. Dazu ist in Linz in den vergangenen Wochen die erfolgreiche crossmediale Kampagne „Miteinander Linz – Für Respekt. Für Vielfalt. Ohne Rassismus“ zu sehen gewesen, die auf einem gemeinsamen Gemeinderatsantrag von Grünen und SPÖ beruht hat. „Als gesamte Gesellschaft müssen wir Tag für Tag daran arbeiten, damit Rassismus in all seinen unterschiedlichen Formen endlich der Vergangenheit angehört“, betont Carty-Pinner.