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Mittwoch, 26. November 2025

Mozarthochhaus: Für mehr Tiefgaragenplätze muss nun die nächste Fassade eines Gründerzeithauses weichen

36-Meter-Turm an Ecke Mozartstraße/Dametzstraße geplant

Wo das mittlerweile abgerissene Hackl-Haus an der Ecke Mozartstraße/Dametzstraße jahrzehntelang ein Blickfang gewesen ist, ragt künftig ein 36 Meter hoher Turm in den Himmel. Dem nicht genug, soll nun entgegen den ursprünglichen Planungsabsichten auch die Fassade des danebenliegenden Gründerzeithauses mit der Abrissbirne zunichte gemacht werden. Begründet wird dies mit dem Bau einer weiteren Tiefgarage.

„Für zusätzliche Autostellplätze jeglichen verantwortungsvollen Umgang mit dem baukulturellen Erbe unserer Stadt in den Bauschuttcontainer zu kippen, macht ein weiteres Mal deutlich, dass mehr Sensibilität nötig ist, wenn es um den Erhalt des für das Neustadtviertel so charakteristischen Stadtbildes sowie eine ressourcenschonende Bauweise geht“, fordert Gemeinderat Tomislav Pilipović, Planungssprecher der Grünen Linz.  

Gewinnmaximierung für Investor steht über Interesse der Allgemeinheit

„Die straßenseitige Fassade des Bestandsobjektes in der Dametzstraße 51 wird erhalten und in weiterer Folge entsprechend dem ursprünglichen Zustand rekonstruiert.“  

Diese Zeilen finden sich in der Projekterläuterung zum Mozart-Hochhaus, die im Vorjahr Teil der Unterlagen für die erstmalige Einreichung im Gestaltungsbeirat gewesen ist. Obwohl für das Projekt die von der Stadtklimatologie geforderten Untersuchungen nicht durchgeführt worden sind und somit nicht auf die eigenen Fachleute gehört worden ist, hat der Gestaltungsbeirat den Turm schlussendlich genehmigt. Im Laufe dieses Prozesses dürfte sich der Projektwerber auch von den Plänen zum Erhalt der Fassade des Hauses in der Dametzstraße 51 verabschiedet haben. Diese soll dem Bürgermeister zufolge künftig im Stil des Mozarthochhauses gehalten werden.

Dass die Entscheidung für den Abbruch der Fassade gefallen ist, bestätigt auch eine Auskunft der Wirtschaftskammer. Als Begründung wird unter anderem die Errichtung einer zweigeschoßigen Tiefgarage angeführt, deren Bau sich aus statischen Gründen nicht mit dem Erhalt der Fassade vereinbaren lassen würde. Außerdem würde die Beibehaltung des Altbestandes die wirtschaftliche Tragfähigkeit und Nutzungsdichte des Mozart-Turmes beeinträchtigen.

„Die Gewinnmaximierung eines Investors steht somit wieder einmal über dem Interesse der Allgemeinheit. Fragwürdig ist zudem, warum hier noch weitere unterirdische Stellplätze nötig sein sollen, wo sich doch angrenzend die Tiefgarage Hessenplatz befindet und weitere Garagenplätze in fußläufiger Distanz erreichbar sind“, hält Pilipović fest.

Protest engagierter Bürger:innen

Gleichzeitig ist der Abriss der Fassade samt anschließender Rekonstruierung alles andere als ressourcenschonend und trägt dazu bei, dass die Identität des Neustadtviertels Stück für Stück aus dem Stadtbild verschwindet. So wird das Gebäude mit der Adresse Dametzstraße 51 auf der Website der Stadt Linz als im Jahr 1872 erbaut ausgewiesen und unter anderem auf das historische Fassadendekor des Gebäudes hingewiesen (https://stadtgeschichte.linz.at/denkmal/default.asp?action=denkmaldetail&id=2334).

„Dennoch sind diese Tatsachen genau wie die Proteste von engagierten Bürger:innen gegen den neuen Turm bisher immer beiseitegeschoben worden. Dass laut eines heutigen Medienberichtes die Bauverhandlung wiederholt werden muss, eröffnet den Anrainer:innen zumindest die Möglichkeit, sich mit ihren Einwänden noch einmal Gehör zu verschaffen“, so Pilipović.

 

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