Das Eingangstor ist verschlossen, das Häuschen, wo bisher die Schläger und Bälle für eine Partie Minigolf ausgeborgt werden konnten, wird von einer riesigen Werbetafel verdeckt. Sie gibt Ausblick auf die Luxusvillen, die auf dem Minigolf-Areal am Freinberg bis 2028 entstehen sollen. Möglich macht das die von SPÖ, ÖVP und FPÖ beschlossene Umwidmung des Grundstücks im Jänner 2020. „Die Folgen dieser Fehlentscheidung auf Kosten eines zusammenhängenden großen Naherholungsgebietes, der Durchlüftung der Stadt und somit unserer Lebensqualität werfen ihre Schatten nun immer deutlicher voraus. Aus einem Naherholungsgebiet für alle werden Luxusvillen für einige wenige Privilegierte. Das ist weder sozial gerecht noch ökologisch vertretbar“, hält der Grüne Planungssprecher Tomislav Pilipović fest.
Von großen Protesten begleitet war die von Rot-Schwarz-Blau im Gemeinderat durchgedrückte Umwidmung des Minigolfareals am Freinberg. Dass es dazu überhaupt kommen konnte, hat das Land zu verantworten, das mehrheitlich entschieden hat, das 5.000 Quadratmeter große Areal aus dem geschützten Grüngürtel herauszulösen. Die Grünen haben sich von Beginn an gegen dieses Vorhaben zulasten der Durchlüftung der Stadt und der Frischluftentstehung ausgesprochen und auch die Umwidmung abgelehnt. „Der Schutz unserer Grün- und Naherholungsflächen wird somit für die Profitinteressen Einzelner beiseitegeschoben. Das ist keine vorausschauende Stadtplanungspolitik im Sinne der Linzer:innen sondern ein Armutszeugnis“, kritisiert Pilipović die Vorgehensweise.
Noch dazu, da die geplanten „Freinberg Villen“ mit 38 Wohnungen weit entfernt von leistbarem Wohnraum sind. „Hier eine Wohnung zu erwerben können sich nur einige wenige gut betuchte Menschen leisten. Die vielen Menschen, die am Freinberg gerne den Minigolfschläger geschwungen haben und hier viele schöne Stunden im Grünen verbracht haben, haben davon jedenfalls nichts und müssen mitansehen, dass bald die ersten Bagger auffahren“, so Pilipović.