Wie viele Wohnungen stehen in Linz für die Menschen nicht zur Verfügung, weil sie über Plattformen wie Airbnb und Co regelmäßig vermietet werden? Darüber gehen die Schätzungen auseinander. „Die Debatte macht jedenfalls deutlich, dass der Blindflug über die Zahl der privaten Kurzzeitvermietungen ein Ende finden muss. Eine Registrierungspflicht für alle, die Wohnungen vorübergehend auf entsprechenden Plattformen anbieten, ist daher ein wichtiger Schritt, um mehr Transparenz zu schaffen und Klarheit zu erlangen, wie viele Wohnungen dem Markt auf diese Weise entzogen werden“, setzt sich Gemeinderat Tobias Reder für eine derartige Regelung ein, die zuletzt auch der Wiener Bürgermeister angekündigt hat.
Mehrere Schlüsselkästchen versehen mit dem Wort „Check-In“ vor einem Haus in der Altstadt: Hinweise wie dieser verraten, dass in einem Wohngebäude nicht in allen Einheiten dauerhaft bewohnt sind, sondern die eine oder andere Wohnung kurzzeitig vermietet wird. Über die Buchungsplattformen selbst lässt sich nur grob schätzen, wie viele Wohnungen genau in der oberösterreichischen Landeshauptstadt als Unterkünfte für Tourist:innen dienen. „Fix ist hingegen, dass durch diesen Trend Wohnungen Stück für Stück vom Markt verschwinden und eine Verknappung erzeugt wird. Dadurch steigen die Preise für das eigen Dach über dem Kopf. Eine leistbare Wohnung zu finden, muss aber eine Selbstverständlichkeit sein und darf nicht zum Luxus werden“, ist Reder überzeugt.
Daher schlägt er in einem ersten Schritt vor, dass sich der Bürgermeister beim dafür zuständigen Land Oberösterreich für eine Registrierungspflicht für Kurzzeitvermieter:innen einsetzt. Diese soll für die Betroffenen einmalig sein und ohne großen bürokratischen Aufwand umgesetzt werden. Die rechtlichen Möglichkeiten dafür sind dank einer EU-Verordnung jedenfalls gegeben. „Jetzt liegt es am Bürgermeister sich beim Land dafür stark zu machen, die bestehenden Regeln nachzuschärfen und ein entsprechendes Register einzuführen. Dadurch würde endlich Klarheit herrschen und auf einen Blick ersichtlich sein, wie viele Wohnungen wo und zu welchem Zeitpunkt kurzfristig vermietet werden“, betont Reder.