Immer mehr ins Trudeln gerät der Linzer Flughafen. Wie ernst die Lage ist, macht ein aktueller Medienbericht einmal mehr deutlich, wonach der Zuschuss, den Stadt und Land (ohne Zustimmung der Grünen) dem Flughafen gewährt haben, im Fokus der EU-Kommission steht.
„Die jetzigen Turbulenzen sind einem jahrelangen Blindflug von ÖVP, SPÖ und FPÖ geschuldet. Schließlich ist seit Jahren bekannt, dass der Flughafen in finanziellen Schwierigkeiten steckt“, verweist der Grüne Finanzsprecher und Gemeinderat Michael Svoboda darauf, dass bereits 2022 und 2023 jeweils fünf Millionen Euro Verlust eingeflogen worden sind. „Angesichts dieser Zahlen erst jetzt draufzukommen, dass ein Strategieprozess nötig ist, zeigt, dass man das Steuer viel zu spät in die Hand genommen hat“, so Svoboda.
Wie kann der Flughafen wieder in eine finanziell stabile Lage gebracht werden? Antworten auf diese Frage soll ein Strategieprozess bringen, der aktuell im Gange ist. Damit der Flughafen zumindest finanziell wieder ruhigeren Zeiten entgegensteuern kann, erneuern die Grünen ihren Vorschlag, dass der Airport einen Teil seiner mehr als 2.000 Parkplätze verkauft, um darauf Betriebsansiedelungen zu ermöglichen.
„Aufgrund der überschaubaren Anzahl an Passagiermaschinen, die in Hörsching starten und landen und zuletzt nicht einmal 200.000 Fluggästen pro Jahr, ist es sicher möglich, einen Teil der Parkplätze anders zu nutzen. Gleichzeitig würden dadurch bereits versiegelte Flächen mit guter Anbindung sinnvoll genutzt und der Flughafen dringend benötigtes Geld erhalten, für das nicht die Steuerzahler:innen aufkommen müssen“, fasst Svoboda die Vorteile zusammen.
In Summe hätte aus Sicht der Grünen jedenfalls schon viel früher gehandelt werden müssen, um den Linzer Airport finanziell zu stabilisieren. „Doch obwohl Vertreter:innen von ÖVP, SPÖ und FPÖ in den vergangenen Jahren stets Teil des Flughafen-Aufsichtsrats gewesen sind, wurden die Probleme viel zu lange ignoriert. Die Folgen dieses politischen Versagens werden nun deutlich und haben den Flughafen an den Rand einer finanziellen Bruchlandung gebracht“, betont Svoboda.