Die LINZ AG führt zurzeit im Auftrag der ASFINAG im Zuge des Baus der A26 Kanalumleitungsarbeiten im Bereich Bergschlösslpark durch. Ausführendes Bauunternehmen ist die STRABAG. Für die Umlegung des Kanals wird das sog. Microtunneling angewendet – ein weitestgehend grabungsloses Verfahren für den unterirdischen Rohrvortrieb. Wie berichtet blieb der Bohrkopf jedoch im Erdreich stecken, was zu einem Baustellen-Stopp führte. In den vergangenen Wochen wurden daher seitens des Abwasser-Teams der LINZ AG gemeinsam mit den Stakeholder:innen zahlreiche Überlegungen zur Bergung des Bohrkopfs und Weiterführung der Kanalumlegung angestellt. Dabei wurde deutlich, dass es keine angemessene Ausweichlösung zur Errichtung eines Schachts oberhalb des Bohrkopfstandorts zur Bergung gibt.
Sowohl für das Stadtgrünressort als auch für die LINZ AG hat der Schutz der Bäume im Bergschlösslpark oberste Priorität. Ein umfassendes Baumschutzkonzept war somit Grundvoraussetzung. Daher hat die LINZ AG Ing. Marcus Geyer-Grois (Baumbüro) mit der Erarbeitung und Umsetzung eines Baumschutzkonzepts beauftragt.
„Es wird immer deutlicher, welche massive Eingriffe und Konsequenzen die Errichtung einer Autobahn mitten durch unsere Stadt nach sich ziehen wird. Für mich ist der Schutz der alten, wertvollen Bäume im Bergschlösslpark im Zusammenhang mit den jetzt notwendigen Maßnahmen absolut vorrangig. Ein umfangreiches und plausibles Baumschutzkonzept für alle Phasen der Baustelle war daher Grundvoraussetzung. Ich bin froh, dass dies auch seitens der LINZ AG so geteilt wird. Über das Baumschutzkonzept hinaus errichtet die LINZ AG zusätzlich im Zuge des Fernkälteausbaus zehn Schwammstadtbäume im stadtklimatisch von der Autobahnbaustelle mitten in unserer Stadt besonders betroffenen Volksgartenviertel“, so Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger.
„Das Ziel der LINZ AG ist, ihre Leistungen so nachhaltig wie möglich zu erbringen. In diesem Sinne war die klare Vorgabe der LINZ AG für die Planung der Bergung und Fortsetzung der Bohrung von Anfang an der bestmögliche Baumschutz. Das vorliegende Baumschutzkonzept als Grundlage der Arbeiten soll diesen sicherstellen. Auch abseits des Bergschlösslparks spielen Schutz und Pflege von bewaldeten Gebieten in der LINZ AG eine wichtige Rolle. Man denke an die Betreuung unserer 15 Millionen Quadratmeter großen Wasserschutzgebiete. Mehr als 100.000 Bäume wurden dort bereits im Sinne standortgerechter Aufforstung gepflanzt. Mit der zusätzlichen Errichtung von zehn Schwammstadtbäumen im Volkgartenviertel setzt die LINZ AG dieses Engagement fort“, sagt LINZ AG-Generaldirektor DI Erich Haider.
Der LINZ AG ist der Baumschutz selbst ein großes Anliegen. Deshalb wird die LINZ AG im Zuge des Baus des neuen Fernkältenetzes mit dem „Klimatunnel“ als zentrale Versorgungsachse zusätzlich zehn Bäume nach dem Schwammstadtprinzip im Bereich Volksgarten errichten. Die LINZ AG übernimmt hier sowohl die Kosten für die Planung, den Bau als auch die Anwuchspflege.
Im Zentrum der Bergung steht die zwischenzeitliche Errichtung eines ca. 17 Meter tiefen Schachtes oberhalb des aktuellen Bohrkopfstandortes. Nach der Bergung wird das Gerät neben der aktuellen Trasse wieder eingesetzt und für die Weiterbohrung eingerichtet. Nach einigen Metern wird der Bohrkopf wieder auf die ursprüngliche Trasse treffen und die Bohrung kann auf der geplanten Trasse finalisiert werden. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten wird der sog. Bergungsschacht wieder gefüllt und die Oberflächen werden rekultiviert.
Das Baumschutzkonzept im Detail: https://www.linz.at/medienservice/2026/files/Baumschutzkonzept_Bohrkopfbergung_Bergschloessl_Park.pdf
Textquelle: Stadt Linz
Fotocredit: Violetta Wakolbinger