Nebelverhangene und trübe Tage haben den Dezember geprägt. Umso mehr ist es Zeit für gute Neuigkeiten. Im neuen Jahr dürfen sich die Linzer:innen auf viele Lichtblicke für mehr Grün und Aufenthaltsqualität in unserer Stadt freuen. Neben der Fortsetzung der Baumoffensive, die im Frühjahr die Wiener Straße erreicht, bringen auch die Neugestaltung des Entrées im Volksgarten sowie des Martin-Luther-Platzes und die Begrünung des Wüstenrotplatzes schöne Aussichten für 2026.
„Mein Neujahrsvorsatz ist, mehr die positiven Dinge und Entwicklungen in den Mittelpunkt zu rücken, denn davon gibt es in unserer Stadt viele. Die gute Nachricht zum Start in das Jahr ist, dass wir 2026 viele Projekte umsetzen, die Linz grüner und lebenswerter für alle machen“, hält die für Stadtgrün und Umwelt verantwortliche Stadträtin Eva Schobesberger fest.
Bäume statt Beton – dieses Motto gilt auch in diesem Jahr. Bereits fix: Die Baumoffensive wird nach den erfolgreichen Projekten in der Kroatengasse, dem Rathausviertel sowie zwei Etappen im Neustadtviertel heuer die Wiener Straße erreichen. Im Frühjahr sollen die Arbeiten starten, der Bauauftrag ist bereits vergeben. Das Vorhaben umfasst etwa 20 neue bzw. sanierte Baumstandorte zwischen der Unionkreuzung und dem Bulgariplatz, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität beim Hitze-Hotspot Otto-Glöckel-Schule sowie bei den Bushaltestellen Wienerstraße/Unionkreuzung und vor der Herz-Jesu-Kirche. Zusätzlich geplant ist, vorgeschädigte Robinien auf der Verkehrsinsel durch großkronige Bäume zu ersetzen, die künftig als Schattenspender Geh- und Radwege abkühlen und die Umgebung aufwerten.
Dass der Handlungsbedarf rund um den Andreas-Hofer-Park groß ist und dieser zu den am stärksten hitzebelasteten Stadtteilen zählt, zeigt die Statistik. So sind bei der Messstelle Otto-Glöckel-Schule im Jahr 2024 28 Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt, gemessen worden und damit so viele wie an keiner anderen Station im Stadtgebiet. „Viele Menschen im Bulgariplatzviertel wünschen sich mehr Grün in ihrem Stadtteil. Dass die Baumoffensive nun die Wiener Straße erreicht, ist daher ein großer Lichtblick für dieses dichtverbaute Stadtviertel“, betont Schobesberger.
Der Eingangsbereich des Volksgartens soll zu einem attraktiven Ort für alle werden. Die Umsetzung ist eine zentrale Maßnahme des Innenstadtkonzeptes. Herzstück des künftigen Entrees ist ein Nebelspiel, das an heißen Tagen Abkühlung bietet und zugleich zum Spielen und Verweilen einlädt. Zudem soll ein neuer Baum dem Eingangsbereich zusätzliches Flair verleihen und die Situation für bestehende Bäume durch Wasserzufuhr verbessert werden. „Dass wir diesen oft unterschätzten zentralen Ort nun so umgestalten können, dass sich die Linzer:innen dort wohlfühlen und gerne aufhalten, ist ein weiterer erfreulicher Ausblick im heurigen Jahr“, hält Schobesberger fest.
Kein Stein auf dem anderen bleibt auch wenige Meter weiter auf dem Martin-Luther-Platz. Wo jetzt noch der Beton überwiegt, entsteht ein Salon unter Bäumen, der den bestehenden Baumbestand einbindet und neue Pflanzungen vorsieht. Mehr als 300 Quadratmeter Betonstein weichen einer entsiegelten, versickerungsfähigen Fläche, die zum Verweilen einlädt. „Ich finde, das sind gute Aussichten, die vor allem zeigen, was man schaffen kann, wenn alle an einem Strang ziehen“, verweist Schobesberger auf die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Evangelischer Pfarrgemeinde Linz-Innere Stadt.
Mehr Grün und Aufenthaltsqualität zu schaffen ist auch im Linzer Süden die Devise. Daher wird der Wüstenrotplatz vor dem Volkshaus Auwiesen entsiegelt. Geplant ist, dass hier künftig vier neue Bäume im Schwammstadtprinzip wurzeln. Das Dachwasser des Gebäudes soll dabei künftig den Bäumen zugutekommen. Diese werden dadurch besser mit Wasser versorgt und das Kanalsystem zugleich entlastet. „Jeder Baum, den wir heute pflanzen, wird künftig unseren Kindern und Enkelkindern Schatten, Sauerstoff und Aufenthaltsqualität spenden“, so Schobesberger.
Fotocredit: Violetta Wakolbinger