Der Schranken zwischen der B127 und Alturfahr bleibt in den Morgenstunden weiterhin geöffnet, die Verkehrslawine mitten durch ein Wohngebiet rollt damit ungebremst weiter: Das ist die Erkenntnis der gestrigen Sitzung des Mobilitätsausschusses, bei der Vizebürgermeister Hajart über die Gespräche mit dem Land Oberösterreich berichtet hat, das für den Schranken zuständig ist. „Offensichtlich kann sich Vizebürgermeister Hajart hier nicht durchsetzen. Die vorgelegten Ergebnisse sind jedenfalls enttäuschend. Es ist daher höchste Zeit für die Umsetzung eines Plan B zum Schutz der Bewohner:innen vor den morgendlichen Abgasen und dem Verkehrslärm direkt vor ihren Fenstern. Das hat ja auch der Gemeinderat beschlossen“, erinnert Klubobmann Helge Langer.
Die für das Frühjahr 2025 geplante Schließung des Schrankens an der Oberen Donaustraße für den motorisierten Individualverkehr auch während der Morgenstunden hat der für den Verkehr zuständige Vizebürgermeister Hajart vergangenen November in einem städtischen Medienservice angekündigt. Dennoch hat der Durchzugsverkehr in der Früh nach wie vor freie Fahrt durch Alt-Urfahr. Dass sich dran so schnell nichts ändern wird, hat der Verkehrsreferent in der gestrigen Sitzung des Mobilitätsausschusses deutlich gemacht. Nun soll ein Versuch gestartet werden, um zumindest die Öffnungszeiten des Schrankens zu reduzieren.
„Ob das gelingt, ist angesichts der Justament-Haltung des Landes zu bezweifeln. Es darf aber nichts unversucht bleiben, um die versprochene Verkehrsberuhigung für die Bewohner:innen Alt-Urfahrs endlich in die Tat umzusetzen und dem Land die Stirn zu bieten“, hält Langer fest.
Auch wenn das Land rechtlich für den Schranken zuständig ist, hätte die Stadt die Möglichkeit, den Durchzugsverkehr durch die Obere Donaustraße auszubremsen. Dass dazu entsprechende Maßnahmen getroffen werden, wenn das Land an den Öffnungszeiten des Schrankens festhält, hat der Gemeinderat im Juni beschlossen. „Dass Vizebürgermeister Hajart nun zum Bürgermeister gehen will, weil er sich außer Stande sieht, diesen Gemeinderatsbeschluss umzusetzen, kommt einer Kapitulation vor den Wünschen des Landes gleich. Die Leidtragenden sind dabei einmal mehr die Bewohner:innen Alt-Urfahrs“, so Langer.