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Linz und der Hochhaus-Wildwuchs: Grüne diskutieren mit ExpertInnen über die Linzer Stadtentwicklung

Egal ob Weinturm, Brucknertower oder Schillerpark – quer durch das Stadtgebiet sollen künftig Türme in den Himmel wachsen. Fixer Begleiter der Projekte sind Kritik und Diskussionen über die Linzer Stadtplanung, die ein Gesamtkonzept vermissen lässt. Um Verbesserungen zu erreichen, wollen die Grünen Linz einen breiten Diskussionsprozess anstoßen und laden am Donnerstag, 1. Februar um 19 Uhr, zu einer Podiumsdiskussion mit drei ExpertInnen in das Alte Rathaus ein.

Unter dem Titel „Allein es fehlt der Plan: Linz und der Hochhauswildwuchs“ zeigen ArchitektInnen und Stadtplaner die städtebaulichen Verdichtungsprozesse auf und sprechen auch über Alternativen zu Hochhäusern. „Linz braucht für seine Entwicklung keine Hochhäuser. Insofern sollte die Stadt nur welche genehmigen, wenn sie für einen ganzen Stadtteil, ja für die gesamte Stadt ein Gewinn sind - nicht nur für den Bauherren oder die ArchitektInnen“, sagt Dr. Reinhard Seiß, Freier Planer und Berater, Fachpublizist und Filmemacher, u.a. Beirat für Baukultur im österreichischen Bundeskanzleramt, Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, Wien, der bei der Podiumsdiskussion seine Sicht der Dinge schildern wird.

Schließlich müsse man auch die Auswirkungen von Hochhausprojekten auf die jeweiligen Stadtteile berücksichtigen. Davon überzeugt, dass Hochhäuser nicht der Weisheit letzter Schluss sind, ist auch DIin Karin Proyer „Wenn hoch hinaus, dann weit gedacht – die punktuelle Verdichtung braucht eine Gegenbewegung in die Breite“, ist die Architektin aus Steyr, die bei der Veranstaltung der Grünen Linz ebenfalls auf dem Podium sitzt, überzeugt.  

Kommunikation verbessern und Stadtplanung in Linz aufwerten   

Den mangelnden Diskurs mit der Bevölkerung vor allem bei Hochhaus-Projekten kritisiert der Architekt Mag. Bernhard Rihl, OÖ-Regionalsprecher der Plattform Baukulturpolitik. „Hier ist die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen. Ein solcher Diskurs, der den öffentlichen Raum betrifft, kann nicht nur in Fachgremien stattfinden“, so Rihl. Klaus Grininger, Stadtplanungssprecher der Grünen Linz, kritisiert, dass es derzeit viele Einzelprojekte aber keine Gesamtplanung gibt. „Deshalb muss die Stadtplanung in Linz aufgewertet werden. Es braucht eine Stadtentwicklungsdirektion, die sich mit Bauprojekten und allen damit zusammenhängenden Aspekten – etwa Verkehrsplanung und Grünraumgestaltung – umfassend beschäftigt“, fordert Grininger.  

 30.01.2018


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