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Fuß- und Radverkehr darf durch Bau von Autobahn-Halbanschluss nicht unter die Räder kommen

Achtung Umleitung könnt es künftig für den Fuß- und Radverkehr im Bereich des geplanten Autobahnhalbanschlusses heißen. Ihnen droht eine Verbannung auf einen Umweg oder eine Umleitung über steiles Gelände. „Dass FußgängerInnen und RadfahrerInnen neuerlich durch ein Autobahnprojekt unter die Räder kommen sollen, ist nicht zu akzeptieren. Beim Bau der Auf- und Abfahrten für den Halbanschluss müssen daher unbedingt auch baulich getrennte und möglichst kreuzungsfreie Begleitwege errichtet werden“, fordert Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz, und stellt daher im Gemeinderat eine Resolution an die Oberösterreichische Landesregierung sowie die ASFINAG.

Ein beträchtlicher Umweg oder eine Umleitung über ein bis zu 15 Prozent steiles Gelände wären die Folgen für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, wenn die bestehende Geh- und Radwegverbindung dem Bauvorhaben weichen müsste. Auch die geplante Radhauptroute zwischen Linz und Gallneukirchen wäre davon betroffen. „Diese Verdrängung kommt nicht in Frage. Um eine Verschlechterung des Status Quo abzuwenden ist es notwendig, dass die Bedürfnisse für den Fuß- und Radverkehr umfassend in das gesamte Bauvorhaben eingebunden werden. Schließlich geht es hier auch um die Sicherheit vieler Menschen, die im Stadtteil regelmäßig unterwegs sind. Da kann es keine Kompromisse geben“, gibt Langer zu bedenken. 

Mit unserer Resolution wollen wir eine Lösung im Sinne der sanften Mobilität ermöglichen und sicherstellen, dass sich die bei anderen großen Verkehrsprojekten gewählte Vorgehensweise auf Kosten des Fuß- und Radverkehrs nicht wiederholt. Zur Erinnerung: Beim Bau der A26- Brücke über die Donau hat die ASFINAG aus Kostengründen die Geh- und Radwege gestrichen. Bei der Neuerrichtung der Westbahnunterführung Untergaumberg haben die ÖBB eine radgerechte Rampe durch eine steile Stiege ersetzt. „Vor allem im städtischen Bereich sind immer mehr Menschen mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Diese Entwicklung muss sich auch in der Verkehrsplanung endlich widerspiegeln“, so Langer. 

01.04.2021

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