Wahlprogramm 2009
Wohnen: Leistbaren Wohnraum schaffen
Es wird in Linz immer schwieriger, eine Wohnung zu finden. In Linz suchen über 11.000 Menschen eine Wohnung. Pro 1.000 EinwohnerInnen gibt es in Linz 58 Wohnungssuchende in Rohrbach z. B. nur drei.
Derzeit herrscht Wohnungsnot in der Stadt Linz. Durch das knappe Angebot steigen die Mieten. Gleichzeitig steigen nun auch noch die Nebenkosten wegen erhöhter Energiepreise (z.B. Gas, Strom) stark an. Zusätzlich wurden in den letzten Jahren durch Sanierungen viele Wohnungen massiv teurer. Leidtragende dieser Entwicklung sind vor allem Menschen mit einem geringen Einkommen und Personen, denen der Zugang zum sozialen Wohnbau verwehrt bleibt. Die Stadt Linz hat es in den letzten Jahren versäumt, für diese Personen günstigen Wohnraum anzubieten. Steigende Mieten werden zunehmend zu einem Armutsrisiko. Die Miete ist der größte Posten der Haushaltsausgaben. Übersteigt die Miete ein Drittel des Einkommens, wird es insbesondere für Familien mit Kindern eng.
Für die GRÜNEN haben die Erhaltung und der Neubau von günstigem Wohnraum besondere Priorität. Wir setzen uns für gute Rahmenbedingungen der gemeinnützigen Wohnbauträger ein. Gute Wohnqualität und attraktive Räume sind vor allem bei der Neuerrichtung von Wohnanlagen verpflichtend zu berücksichtigen. Günstige Wohnungen müssen eine gute Wohn- und Lebensqualität haben. Eine lebendige Stadtbevölkerung setzt sich aus Menschen in verschiedenen Lebenssituationen zu- sammen: Familien, StudentInnen, alte Menschen, Menschen mit Behinderungen etc. Viele davon sind auf günstige, für sie geeignete Wohnungen angewiesen. Daher müssen vielfältige Wohnungsangebote für unterschiedliche Bedürfnisse angeboten werden.
Die GRÜNEN treten für eine städtische Grundstückspolitik ein. Städtische Grundstücke sollen in Zukunft im Baurecht abgegeben und nicht verkauft werden.
Die GRÜNEN wollen in den kommenden sechs Jahren Folgendes erreichen:
- Errichtung von Billigwohnungen im Stadtgebiet.
- Förderung der Errichtung von Passivhäusern und Unterstützung thermischer Sanierung als Beitrag zu Betriebskostensenkung und Arbeitsmarktförderung.
- Bedarfserhebung hinsichtlich der benötigen Wohnungsgrößen.
- Soziale Staffelung der städtischen Leistungsangebote
- Sonderwohnbauprogramm für Jungfamilien und Menschen mit geringem Einkommen.
