Wahlprogramm 2009 

Wirtschaft: Der Mensch im Mittelpunkt

Die schlimmsten Befürchtungen der GlobalisierungskritikerInnen sind eingetreten: die aktuelle Wirtschaftskrise zeigt ihre Auswirkungen auch für die LinzerInnen. Steigende Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit sind für die Betroffenen fatal und dro- hen, das soziale Gefüge in der Stadt nachhaltig zu beschädigen. Dabei geht es auch anders.

Eine Entkoppelung vom Zustand der Weltwirtschaft ist in der Industriestadt Linz nicht möglich. Aber städtische Initiativen können insbesondere die Klein- und Mittelbetriebe der Stadt als Jobmotoren der Zukunft unterstützen und somit sichere Arbeitsplätze für die Linzerinnen und Linzer schaffen. Ein besonderes Augenmerk muss die Stadtpolitik auf die UnternehmerInnen der Zukunft legen: Frauen und MigrantInnen.

GRÜNE Wirtschaftspolitik in der Stadt setzt sich als Ziel, diese optimalen Bedingungen für Klein- und Mittelbetriebe zu schaffen und gleichzeitig den Linzer Großbetrieben zu ermöglichen, ihren wichtigen Beitrag zur Sicherung des Wirt- schaftsstandorts Linz zu leisten. Im Mittelpunkt unseres Wirtschaftsdenkens steht jedenfalls immer der Mensch: als ArbeitnehmerIn, als UnternehmerIn und als NachbarIn der Betriebe mit einem ganzheitlichen Anspruch auf ökologisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften.

Das Umsetzen dieses Anspruchs fordern wir GRÜNEN auch im unmittelbaren Einflussbereich der Stadt in den städtischen Betrieben. In diesem Sinne stellen wir uns auch gegen jede Art des Ausverkaufs Öffentlichen Eigentums und fordern von der Stadt als Unternehmerin die Berücksichtigung der Interessen der Bevölkerung bei der Budgeterstellung und eine transparente Handhabung der städtischen Finanzen.

Die GRÜNEN wollen in den kommenden sechs Jahren Folgendes erreichen:

  • Kein Ausverkauf städtischen Eigentums.
  • Kostengünstige, dezentrale Bürogemeinschaftsangebote für JungunternehmerInnen.
    Überarbeitung der Fördermöglichkeiten für Klein- und Kleinstbetriebe mit besonderem Augenmerk auf soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit mit speziellen Angeboten für Frauen, MigrantInnen und JungunternehmerInnen.
  • Aufwertung der Linzer Märkte durch effizienteres Management und Schwerpunktsetzungen, Ausweitung der Öffnungszeiten bei den Linzer Märkten.
  • UnternehmerInnen- und Qualifikationsförderung in kreativen Bereichen und den neuen Dienstleistungsberufen.
  • Installierung eines Forums für Zusammenarbeit zwischen den Ausbildungsstätten für Kunst, Kultur und Design, Mode und den relevanten Betrieben und Institutionen.
  • Konsequente Anwendung von Gender-Budgeting.
  • Überprüfung des Einsatzes von Freier Software im Magistrat und den städtischen Unternehmen.