Wahlprogramm 2009 

Stadtplanung und Stadtentwicklung: BürgerInnen beteiligen

Wer durch die Stadt spaziert, gewinnt den Eindruck: Stadtplanung und -entwicklung hängt in Linz im Wesentlichen von den Interessen potentieller InvestorInnen und ProjektbetreiberInnen ab. Kaum Mitsprache ist hingegen für die Betroffenen vorgesehen: die Linzerinnen und Linzer, die in ihrem unmittelbaren Wohn-, Arbeits- und Lebensumfeld von den Maßnahmen betroffen sind.

Wir GRÜNEN zeigen, dass es besser geht. Schon in den letzten sechs Jahren haben wir im Mobilitätsressort der Stadt Linz bewiesen, wie  BürgerInnenbeteiligung funktionieren kann: so wurden etwa bei größeren Straßenum- und Neubaumaßnahmen  BürgerInnenversammlungen organisiert.

Und wir machen weiter: BürgerInnenbeteiligung muss vom GRÜNEN Ausnahmefall zur Regel werden. In allen Gremien achten wir auf Parität und die Berücksichtigung junger ArchitektInnen und LandschaftsplanerInnen. Und wir beziehen neben den BürgerInnen auch Grün- und FreiraumplanerInnen in die Beiräte ein. Um die Lebensqualität für uns alle zu steigern.

Die GRÜNEN wollen in den kommenden sechs Jahren Folgendes erreichen:

  • Information, BürgerInnenbeteiligung und Mitbestimmung bereits in der Planungsphase von Projekten; bürgerInnenbeteiligte Belebung und Attraktivierung von Plätzen und innerstädtischen Grünräumen.
  • Visualisierung von Bebauungsplänen.
  • Flächendeckende Einrichtung von interdisziplinären (z.B. Sozialarbeit, Stadtplanung; Verkehrsplanung) Stadtteilbüros um die jeweiligen, lokalen Lebens- und Sozialisationsverhältnisse der Menschen zu unterstützen und laufend zu verbessern.
  • Förderung städtebaulicher Wettbewerbe unter Berücksichtigung junger ArchitektInnen und LandschaftsplanerInnen.
  • Ständige Vertretung von Grün- und FreiraumplanerInnen sowie Geschlechterparität im Gestaltungsbeirat.
  • Überprüfung der Umweltverträglichkeit bei der Erstellung von Bebauungs- und Flächenwidmungsplänen zur Verbesserung der Lebensqualität.