Wahlprogramm 2009
Gesundheit: Solidarität und Vorsorge
Die GRÜNEN bekennen sich im Gesundheitsbereich zum Prinzip der solidarischen Gesamtsicherung (gesetzliche Krankenversicherung), weil die Selbstverantwortung des/der Einzelnen dadurch in keiner Weise ausgeschlossen wird.
Aus sozialmedizinischen Gründen lehnen die GRÜNEN zugleich das Prinzip der Schuldzuweisung an PatientInnen ab. Es muss allen Menschen in vollem Umfang beigestanden und geholfen werden.
Die Mittel für den Sozialstaat und das Gesundheitssystem sollen durch Beiträge von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen, durch Vermögens- und Gewinnbesteuerung sowie durch eine Wertschöpfungsabgabe aufgebracht werden.
Die Gesundheitsversorgung muss zentral geplant werden. Das schließt aus GRÜNER Sicht nicht aus, dass viele unterschiedliche Institutionen und Leistungserbringer daran beteiligt sind. Intensive regionale Zusammenarbeit von AllgemeinmedizinerInnen, FachärztInnen und Spitälern soll die Heilungschancen steigern und teure Mehrfachuntersuchungen verhindern, ebenso wie die unkontrollierte Verschreibung von Medikamenten. Bessere Vernetzung der Institutionen senkt zudem die Kosten und verringert das Risiko medizinisch verursachter Komplikationen.
Die GRÜNEN wollen in den kommenden sechs Jahren Folgendes erreichen:
- Schaffung geeigneter Strukturen, damit in den Linzer Kindergärten und Schulen die LehrerInnen, die Eltern und die Kinder als PartnerInnen zusammenarbeiten, um gemeinsame Programme umzusetzen, in denen ihre grundlegenden gesundheitlichen Wertvorstellungen verwirklicht, gesunde Lebensweisen gefördert, Unfälle verhindert und die Aneignung grundlegender Lebensfertigkeiten vermittelt werden.
- Wir wollen ein Ermutigungsprogramm für gesunde Ernährung. Die Stadt Linz ermutigt Betriebe und Gaststätten "Gesunde Menüs" anzubieten. Besonderes Augenmerk bei diesem Ermutigungsprogramm ist auf die Betriebsküchen zu legen.
Wir wollen entsprechend der gestiegenen Zahl älterer Menschen, dass populärwissenschaftliche Rundfunk- und Fernsehsendungen gefördert werden, die Fragen der Prävention (z.B. Ernährungsberatung) behandeln. - Wir wollen allgemein zugängliche Freizeit- und Tourismusaktivitäten, die auf kranke Menschen zugeschnitten sind - z.B. geführte Wanderungen zur Osteoporoseprävention, Aktivurlaub mit begleitender medizinischer Versorgung wie etwa Dialyse.
- Umstellung auf die Versorgung mit -Lebensmitteln im Einflussbereich der Stadt Linz, bevorzugt saisonal und regional produziert, ansonsten nach Fair-Trade-Kriterien hergestellt.
- Forcierung von Ernährungsberatung durch die Stadt Linz.
