Wirtschaft
Michael Svoboda /Gerda Lenger: Sündteure Weihnachtsbeleuchtung in Linz
Grüne Linz fordern Kosten-Beteiligung der Linzer Wirtschaft
Heuer wurden vom Wirtschaftsservice der Stadt Linz 375.000 Euro für die Linzer Weihnachtsbeleuchtung der Linzer Innenstadt beantragt. Enorme Kosten, die trotz der budgetär angespannten Wirtschaftslage die Stadt Linz alleine bewältigen muss.
„Obwohl die Linzer Landstraße nach der Wiener Mariahilferstraße die zweitattraktivste Einkaufsstraße Österreichs ist, ist es offenbar unmöglich, dass auch die davon profitierende Wirtschaft ihren Teil zur Weihnachtsbeleuchtung beisteuert, und lässt sich von der finanziell angeschlagenen Stadt diese Form der Werbe-und Attraktivierungsmaßnahme zahlen, die schlussendlich auch den dort ansässigen Wirtschaftstreibenden zu Gute kommt. In anderen Städten wie in Wien, Graz oder Salzburg ist eine Finanzierungskooperation mit der Wirtschaft absolut üblich“, kritisiert Grün-Gemeinderat Wirtschaftssprecher Michael Svoboda.
„Die Mitte des Jahres geäußerte und letzte Woche bekräftigte Weigerung der zuständigen StR Wegscheider, Kooperations-Gespräche mit der Linzer Wirtschaft zu führen, zeigen vor, wie sehr Wegscheider am Gängelband der Linzer Wirtschaft hängt. „Wir werden daher morgen mit einer Gemeinderatsanfrage nochmals auf diese Misswirtschaft hinweisen, und von Wegscheider abermals fordern, die Linzer Wirtschaft endlich in die Mitfinanzierungs-Pflicht zu nehmen“, so Svoboda.
Auch das Kontrollamt kritisiert die Vergabemodalitäten dieses Dienstleistungsauftrags: Dieses bemängelte, dass die Vergabe der Weihnachtsbeleuchtung nicht ausgeschrieben wurde, und das Verhandlungsverfahren mit nur einem Bieter durchgeführt wird. Selbst dieser Kontrollamts-Bericht konnte Wegscheider wieder nicht davon abhalten, auch heuer die Weihnachtsbeleuchtung wieder ohne Ausschreibung an denselben Auftragnehmer zu vergeben. „Wenn immer nur ein Bieter zum Zug kommt, und somit kein Wettbewerb stattfindet, müssen auch die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung unreflektiert zur Kenntnis genommen werden. Würden auch andere Bieter zum Zug kommen, wären hier wären Preissenkungen sicher möglich“, kritisiert die Grüne Klubobfrau Gerda Lenger.